Eine ernste Geschichte – der Konsument als Zuschauer #einschließung und #ausschließung

von Kusanowsky

Dieser Sesamstraßensketch erzählt eine ernste Geschichte. Sie erzählt, wie durch dienstleisterische Produktivität der Planet mehr ausgeplündert wird, als es industrielle Produktion ohne sie könnte. Der Grund: der Gast als Konsument hat eine Meinung, aber nichts zu sagen. Er ist nicht organisiert. Er ist beteiligt, aber ausgeschlossen. Es geht um ihn, aber es geht ohne ihn. Er kann sich nicht durchsetzen, ist machtlos, hilflos. Er kann nichts.

Der Konsument ist Zuschauer und muss Zuschauer bleiben, solange er nicht organisiert ist. Er ist ausgeschlossen, aber in dieser Rolle für den Betrieb der Dienstleistungsorganisation unverzichtbar. Er ist durch Ausschaltung für den Betrieb eingeschaltet. Tatsächlich bedienen die Kellner nur eine Organisation und konkurrieren um ihren Verbleib in der Organisation. Sie konkurrieren um Einschließung und sind dafür bereit, alles zu tun. Die Kosten für den Müll, den sie herstellen, übernehmen sie selbst. Und es handelt sich deshalb nur um Müll, weil die Verwertung des Überflusses nur nach dem selben Schema möglich wäre, durch den diese Betriebsamkeit entsteht, nämlich als Investition zur Beseitigung von Mangel. Der Überfluss, der hier rausgehauen wird, ist aber kein Mangel. Und nur ein Platzmangel, also die Auslastung einer Endlagerstätte, erzeugt eine Information über einen Mangel, den zu beheben eine Investition erforderlich macht, aber wenn, dann nach dem Schema, das hier erzählt wird. Es müssten also weitere Ressourcen erschlossen werden, um den Müll zu beseitigen, das heißt: noch mehr Müll zu produzieren.

Darüber denke ich nach: Wie käme der hilflose und machtlose Konsument in die Situation, den Überfluss zu nutzen, anstatt unter einem Berg von Müll zu leiden, gegen den er aufgrund seiner Hilflosigkeit nur protestieren kann? Er müsste sich organisieren, ja, aber nicht als Dienstbote, der nur eine Organisation bedient, sondern selbst als Wirt, der verteilt, was geliefert wurde, ohne, dass dies jemand bestellt hätte. Wie kommt er in eine Situation, in der der Überfluss selbst als Ressource aufgefasst wird und seine Nutzung keine andere Investition erfordert als eben nur die, in diesen Nutzen zu investieren?

Unsere Ökologen wissen nicht weiter, erkennbar daran, dass sie bloß mit dem Zeigefinger wedeln und unaufhörlich den Verzicht predigen. So geht es nicht weiter, sagen sie, womit sie Recht haben. Aber was machen sie? Sie machen einfach weiter wie bisher: Meinungen, Thesen, Erkenntnisse und Urteile, die keiner bestellt hat zu verbreiten. Sie nennen das ihre Unabhängigkeit. Tatsächlich aber bedienen auch sie nur eine Organisation, nämlich eine alle ressourcenbelastende Bürokratie, die Wissen für die Müllhalde produziert. Niemand kann sie daran hindern. Der Konsument ist ausgeschlossen und bleibt es.

Darum: Ausschließung organisieren!

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