Differentia

Corona: Si vis pacem para bellum

Da gerade alles so schön durcheinander geht, können wir uns einmal etwas Zeit nehmen, um die Dinge anders zu betrachten. Es gibt einen alten Grundsatz der Herrscherkunst, welcher lautet: „Si vis pacem para bellum – Willst du Frieden, bereite dich auf den Krieg vor.“
Wir könnten den Grundsatz leicht umformulieren und ihn auf dieses Coronadings anwenden: Willst du Gesundheit, bereite dich auf die Krankheit vor, was ja heißt: sie schon abzuwehren, noch bevor sie um sich greift. Die Logik wäre die selbe wie im Fall des Bellizismus, der, wenn er ernst gemeint sein sollte, von einem Pazifismus nicht zu unterscheiden ist. Der Beweis geht so: Wenn die Vorbereitung auf den Krieg ausreicht, den Frieden zu garantieren, dann könnte die Gegenseite, die das selbe will, sofort mit der Kriegsvorbereitung aufhören, damit diejenigen, die diesen Grundsatz ernst nehmen, ihn einhalten können.

In Fall von Corona heißt das: Alle Maßnahmen, ob Woodoo oder nicht, ob überzogen oder nicht, ob durchführbar oder nicht, ob legal oder nicht, ob schädigend oder nicht, ob wissenschaftlich fundiert oder nicht, ob überzeugend oder nicht, dienen immer dem Gesundheitsschutz. Deshalb wäre es angezeigt, auf jeden Widerstand, auf jeden Protest, auf jedes Gegenargument, auf jede Widerlegung, auf jeden Einwand zu verzichten. Wenn der Gesundheitsschutz das wäre, worauf es allein ankäme, kann kein Schaden entstehen, weshalb eine Gegenseite sofort aufhören sollte sich dagegen zu wehren.
Denn entweder es kommt zu keinen weiteren Schäden, dann ist alles in Ordnung oder es kommt zu weiteren Schäden, aber dann ist es für beide Seiten egal, denn: der Grundsatz, dass es allein auf Gesundheitsschutz ankäme, wurde nicht eingehalten.
Willst du Gesundheit überlasse die Macht, ihre Garantie herzustellen, den anderen. Füge dich jeder Vorschrift und unterwerfe dich jedem Diktat.

Wer dagegen Einwände hat, sollte sich bei mir melden.

Corona Krisenstress und ökologischer Burnout

Der Corona Krisenstress ist nicht beliebig lange durchhaltbar. Das Virus wird bleiben, man kann es nicht bekämpfen. Die Infektionen werden weiter gehen, kranke und alte Menschen werden weiterhin gefährdet sein, manche werden sterben, manchen nicht; junge und gesunde Menschen werden weiter leben können. Es wird weitere Coronaviren geben und weitere ganz andere Viren, die unter Umständen gefährlicher sind als dieses, wird es auch geben. Es wird irgendwann einen Impfstoff geben, aber bis es soweit ist, wird Corona längst ein Update in Umlauf gebracht haben. Auch ist Zauberei von einer Impfung nicht zu erwarten. Außerdem gibt es noch die ungeklärte Frage, ob durch die Impfung selbst Schäden entstehen können.
Wie auch immer, in jedem Fall gilt: Die Coronakrise wird sich irgendwann erschöpfen, sei es, weil die massenmediale Aufmerksamkeit für dieses Thema nicht mehr erreichbar ist; sei es, weil die Widersprüche dieser Bekämpfungsmaßnahmen selbst thematisiert und skandalisiert werden oder sei es – und das wird der wahrscheinliche Fall sein – dass dieser Krisenstress sich dann erschöpft haben wird, weil ein anderer Krisenstress aufkommt. Bisher war es jedenfalls immer so: nie wurde ein Krisenszenario abgeschafft, sondern immer nur durch ein weiteres abgelöst. Die Kette der Krisen ist lang und jede kommt irgendwann an die Reihe: Staatsschulden-, Wirschafts,- Banken, -Börsen,- Währungskrise, Flüchtlingskrise, Klimakrise pipapo. Eine Krise nach der anderen. Und solange das so geht, geht alles weiter wie bisher.

Und wie immer wird man nichts daraus lernen können. Was sollte man denn auch lernen? Die Welt ist so, wie Gott sie geschaffen hat: schlecht, kaputt und scheiße. Anders geht es nicht. Der Krisenstress wird weiter gehen: eine ramponierte Welt, kaputtgeschossen durch zahlreiche Versuche, sie vor dem Untergang zu retten. Die Gesellschaft geht den Weg allen Fleisches. Jedoch: das Ende ist fern.

Was an dieser Coronakrise anders? Vordergründig verläuft diese Krise wie jede andere auch, was eben auch heißt, dass nichts bekämpft, nichts beendet und kein Problem gelöst sein wird. Interessant ist nur, dass diese Krise mehr als alle anderen zeigt, wie diese Krisenszenarien zusammenhängen und von einander abhängig sind. Ein Krisenstress wird nur dadurch ruhig gestellt, dass ein anderer aktiviert wird. So war es bisher. Und wenn es so weiter ginge, wäre außer Spesen nichts gewesen.

Wer würde darauf eine Wette abschließen? Bisher hatte ich immer angenommen, dass der ökologische Burnout zwar kommen, aber noch länger auf sich warten lassen wird. Und ich hatte angenommen, dass der ökologische Burnout leise angeschlichen kommt. Zwar wird dieser Corona-Knall nicht den vollständigen Burnout herstellen, aber er macht ein Echo hörbar, das nicht zurück, sondern voraus schallt. Corona zeichnet eine grobe Kontur des Burnouts in die Gesellschaft ein. Der Burnout hat sich eingerichtet, wenn kein Krisenstress mehr durch einen anderen ersetzt werden kann, weil kein Krisenstress mehr deaktiviert wird.

Der Anfang ist nah.

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