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Die Ruine der bürgerlichen Familienideologie #ehefueralle

 

Die bürgerliche Familienideologie ist schon seit längerer Zeit eine Ruine, die jetzt nur ihren Denkmalschutz verliert.

Die Zerrüttung dieser Familienideologie hatte bereits im 18. Jahrhundert begonnen, nachdem das bürgerliche Patriarchat sich entschlossen hatte, die Konkurrenz zuzulassen und sich nicht genierte, für das Verbot von Frauen, sich an der Konkurrenz zu beteiligen, eine Begründung öffentlich verhandelbar zu machen (später bekannt als „der natürliche Schwachsinn des Weibes“.) Denn mit der Begründung wurde zugleich ihre Unhaltbarkeit öffentlich verhandelbar, womit es in der Folge immer schwerer wurde, das Ansinnen von Frauen zur Beteiligung an Konkurrenz zurück zu weisen. Es steht außer Frage, dass die Frauenbildung von großer Bedeutung gewesen ist.

Ein bis heute unterschätzter Schritt in der Zerrüttung dieser Familienideologie ist aber auch der Verlust der Manneszucht. Die bürgerliche Manneszucht bestand im wesentlichen darin, den Knaben zum Soldaten und damit zum Gehorsam gegenüber einem auf Gesetzen gegründeten Staat zu erziehen. Die konservative Feindlichkeit gegen Homosexualität hat darin ihren Grund. Homosexualität zersetzt militärische Disziplin.

Ein weiterer Schritt im Zersetzungsprozess ist der Sozialstaat, der die Zwangsverhältnisse der bürgerlichen Familie untergraben und sie durch die Zwangsverhältnisse eines anonymen Fürsorgestaats ersetzt hat. Zu nennen wären außerdem: die Umänderung der Familie von einer Produktionsgemeinschaft zu einer Affektgemeinschaft, die Akzeptanz der Liebesheirat, weil damit das Beziehungsrisiko individualisiert wurde, Einführung der Zivilehe, die Entächtung der unehelichen Geburt, die Abschaffung der Schuldfrage in Scheidungsfällen, die Zunahme von Scheidungen, die gesellschaftliche Akzeptanz von Ledigkeit und Singledasein, die Erziehung zum Konsumsubjekt, was nicht ohne den Verzicht auf Prügelstrafe gegangen wäre, die Pädagogisierung der Geschlechterbeziehung, die Herabsetzung des Mündigkeitsalters und ganz allgemein die Ausdifferenzierung von Lebensweisen und Lebensentwürfen.

Diese Ehe für alle ist darum nur die Vorstufe zur Ehe mit allen. Denn warum nur zu zweit? Warum nicht auch zu dritt, zu viert oder zu fünft?

Womit haben wir es zu tun? Die bürgerliche Familie ist niemals das gewesen, was sie gemäß ihrer Ideologie sein sollte. Nicht die Familie wurde zerrüttet. Es gab sie nämlich niemals. Was es allerdings gab, war die bürgerliche Familienideologie, die gleichsam nur die Funktion hatte, diese Ruine unter Denkmalschutz zu stellen.

Es wird, was diese Familienideologie betrifft, Zeit für ein Schlusswort.

 

Mich interessieren Geschichten aus eurer Schulzeit! Bitte RT @advitwit @lisarosa @LuciLucius

Mich interessieren bestimmte Geschichten aus eurer Schulzeit, die ich gerne sammeln möchte.

Mich interessieren seltsame, schräge, skurrile Geschichten aus eurer Schulzeit, bei denen ihr gelernt habt, zu tricksen, zu täuschen, zu lügen, zu betrügen, euch aus der Affäre zu ziehen; Geschichten, die davon erzählen, wie ihr Zumutungen und Zudringlichkeiten von Lehrern oder Eltern, ob erfolgreich oder nicht, umgangen habt, egal, ob zum Vorteil oder Nachteil für dich oder andere. Was habt ihr euch getraut zu tun, um Pflichten zu entkommen? Seid ihr mal, ob selbst verschuldet oder nicht, in irgendeine ausweglose Situation gekommen, die es erforderlich machte, mit der Wahrheit kreativ umzugehen? Habt ihr mal ungewöhnliche Lösungen für gewöhnliche Aufgaben gefunden? Habt ihr mal Lehrer auf raffinierte Weise an der Nase herum geführt?

Gemeint sind nicht Schülerstreiche im engeren Sinne, bei denen Lehrer herein gelegt wurden, gemeint sind ungewöhnliche, wagemutige, riskante Täuschungs- oder Ablenkungsmanöver, Stiftung von Verwirrung oder Störung, um unangenehmen Situationen zu entkommen. Ist es euch gelungen, Zufälle oder Gelegenheiten zu nutzen, die zu ganz überraschenden Folgen führten?

Ich würde diese Geschichten gern sammeln und auf diesem Blog veröffentlichen oder verlinken. Mich interessieren diese Geschichten im Zusammenhang mit einem Nachdenken über „Sozialisation durch Bürokratie“, also vornehmlich Schule und Universität.

Wenn ihr die Geschichten anonymisieren wollt, soll das jederzeit recht sein. Es geht nicht um Personen, sondern um die Geschichten selbst.

Vielen Dank.

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