Differentia

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(51) Wissensform bis (55) Nächste Gesellschaft

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(51) Die Unterscheidung von Wissensform und

(52) Handlungsform findet in der Referenzierung ihre Einheit. Die Kontingenz der Unterscheidung von Wissen und Handeln in Einschließungsmilieus: Wissen wird mit der Unterscheidung „wahr/falsch“ codiert,  Handeln mit „verantwortlich/unverantwortlich“. Aus diesem Grund kann man Wissen nicht ohne weiteres auf Handeln anwenden. Wer handelt beansprucht eine andere Ordnungsweise von Referenzierungen. Gilt auch für Forschung als Handlung. Handlung kann nicht mit der binären Unterscheidung von „wahr/falsch“ codiert werden. Denn Handlung ist weder wahr noch falsch und umgekehrt ist Wissen weder verantwortlich noch unverantwortlich. Und es gilt trotzdem: Wissen kann nicht zurück genommen werden, Handlung auch nicht. Auf diese Weise begrenzt ein Einschließungsmilieu Handlungskontingenz und reproduziert Erwartungen an Systemstabilität. Es kann weder alles wahr sein, was gewusst wird, noch kann alles verantwortbar sein, was getan wird. Es muss also immer auch Falsches und Unverantwortliches in die Welt kommen, damit Wissen und Handlung auf diese Weise geordnet werden können. Die Frage ist: gilt das gleiche auch in

(53) Ausschließungsmilieus? In der Ausweitung von prekären Lebensverhältnissen und Lebenschancen finden Ausschließungsmilieus ihren Anfang.

(54) Ich vermute, dass erst in der Ausgestaltung von Ausschließungsmilieus Veränderungen in der Gesellschaft beobachtet werden können. Tatsächlich ist Veränderung in Einschließungsmilieus nicht so leicht beobachtbar, weil sie auf Veränderung angepasst sind. Die prototypische Lebensgestaltung in Ausschließungsmilieus findet man gegenwärtig bei einem sehr geringen Anteil in der Bevölkerung, nämlich unter prominenten Künstlern (Musiker, Schauspieler, hier: das befristete Engagement ohne dauerhafte Lebenssicherheit)

(55) Nächste Gesellschaft. Ihre Differenzierungsform ist unbekannt. Sie wird in Ausschließungsmilieus geeignete Habitate erfinden,umVeränderung beobachtbar zu machen. Das geht durch Irrtumskommunikation,die in Einschließungsmlileus nur unter schlechten Bedingungen möglich ist.

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Auch ohne Meerrettich @benbarks @frachtschaden

Das beeindruckende an diesem Bild ist, dass man vieles gar nicht sieht. Man sieht kein U-Boot, keine Büroklammer, kein Schmieröl in einer verdreckten Autowerkstatt, keine Fenster oder Taschentücher, keine sauber abgepackten Damenbinden. Man sieht aber auch keine geknechteten Fensterputzer oder Pizzaboten oder Männer mit Bartwuchs, die in einer versoffenen Nacht von Außerirdischen abgeholt und von ihnen in Echsen verwandelt wurden, und die seitdem auf einem fernen Planten nach Zahnstochern suchen um gelangweilten Finanzbeamten das Leben zu erleichtern.
Auch sieht man nicht ein hübsches Fräulein namens Xirfgvilbceh, das in Hamburg das normale Leben einer Hausfrau führt, und die sich in einen Bleistiftanspitzer verliebt hat.

Man sieht gewiss auch vieles andere nicht. Auch nicht Herrn Doktor Stinkefuß und seine Frau Mathilde und wie sie es miteinander machen, wenn sie gemeinsam Rührei herstellen.
Das Bild bleibt rätselhaft. Es lässt so vieles weg, das für eine Professorin im Fach „Allgemeine Verletzung von Sprachbesonderheiten im Euro-afrikanischen Raum“ von Bedeutung wäre. Sie hat allein über dieses Thema 2.547,03 Fachartikel geschrieben, von denen lediglich eine pickelige Studentin aus Thüringen im Februar 2010 einen gelesen hat. Aber nur die ersten 3 Seiten. Alles andere wäre für den Storch gewesen, der hier abgebildet ist.

Oder für die Katz‘, die woanders abgebildet ist, aber nur Mister Entekrumm in Kommgutheim kennt die genauen Umstände dieses Zusammenhangs.

Das Bild will sagen: Wir wissen vieles nicht, auch nicht Kleingretel in Sachsenhausen. Die gibt es nämlich wirklich und ist eine importierte Forelle aus einem fernen Land. Sie schmeckte ziemlich gut.

Auch ohne Meerrettich.

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