Vorbemerkung zu dieser Sammlung

Diese Seite ist ein Archiv, das digitale Dokumente über die Kommunikation zwischen Unbekannten bereit hält. Es geht dabei um Geschichten, Erlebnisse, Konzepte und Maßnahmen aller Art, die davon künden, welche kuriosen Verwicklungen und Entwicklungen zustande kommen können, wenn Unbekannte mit Unbekannten per Webkommunikation in Kontakt kommen.

Ein weiterer Teil der Sammlung sind fragwürdige Ratschläge und Vorsichtsmaßnahmen, die einesteils versuchen, das Schlimmste zu vermeiden oder, wenn nicht, darüber Auskunft geben wie das Nichtvermiedene bewältig werden könnte. Andernteils sind auch gegenteilige Ratschläge zu finden. Gemeint sind solche, die versuchen zu erklären, das Schlimmste überhaupt erst herbei zu führen.
Fragwürdig sind solche Vorschläge und Ratgeber ja deshalb, weil bei solchen Ratschlägen selten das Argument formuliert wird, die Kommunikation mit Unbekannten allgemein zu unterlassen. Es werden meistens überhaupot keine Angaben über den Zweck des Geschehens gemacht. Im Gegenteil. Allzu häufig wird diese Art der Kommunikation als völlig selbstverständlich angesehen, obgleich doch nichts so seltsam ist wie Versuche, sich von Unbekannten in Kommunikation verwickeln zu lassen. Es handelt sich dabei folglich um eine Sammlung, die die Ratlosigkeit von Ratgebern erfasst.

Eine weitere, bislang noch nicht gefüllte Rubrik sind Erlebnisberichte, die erzählen, welche höchst klugen, intelligenten und wundervollen Dinge passieren können, wenn Unbekannte, die für einander unbekannt bleiben wollen, mit einander in Kontakt treten.

Für Hinweise auf solche und ähnliche Erlebnisberichte und Vermeidungsratschläge bin ich sehr dankbar. Das gilt auch für unbrauchbare gewordene Links.

Der Grund für diese Sammlung ist, dass ich seit einiger Zeit gründlicher darüber nachdenke, welche Art von sozialen Beziehungen entstehen können, wenn Unbekannte mit Unbekannten in Kontakt treten unter der Voraussetzung, dass die Beteiligten nur in Ausnahmefällen Chancen haben, Erwartungshoffnungen oder Erwartungsenttäuschungen zu sanktionieren. Die Annahme, dass solche Verwicklungen zur Verstärkung von Misstrauen führen, wird von mir nicht grundsätzlich geteilt. Ich glaube eher im Gegenteil, dass – soviel auch alle in diesem Archiv gesammelten Berichte diese Vermutung nicht bestätigen – die Kommunikation zwischen Unbekannten eine machtvolle, weil problemlösende Wirkung haben kann. Mein Gründe dafür sind nicht so leicht zu erklären und werden in dem Blog laufend formuliert.

Ich nehme diese Texte sehr ernst, auch dann, wenn die Aufschreiber solcher Texte sich einbilden möchten, sie hätten diese Geschichte selbst und frei erfunden. Albernheiten dieser Art führen nicht weiter. Warum? Berichtet wird was berichtet wird, und nicht, was sich woanders wirklich oder nicht wirklich ereignet hat. Es ist der Bericht, der sich wirklich ereignet. Und die Gründe für solche Berichte sind völlig unwichtig und werden von mir auch gar nicht erforscht.

Alle Geschichten archiviere ich zusätzlich als PDF für den Fall, dass die hier dokumentierten Links irgendwann einmal gelöscht werden sollten. Mein eigenes Archiv ist nicht für jeden zugänglich. Wer später seine Erfahrungsberichte löscht, kann sie bei mir nicht ohne weiteres mehr wieder bekommen. Die spätere Herausgabe dieser Geschichten ist mit bestimmten Bedingungen verbunden, die solange keine Rolle spielen wie keine Anfrage an mich gerichtet wird.

Falls von Interesse empfehle ich zur Einführung in die Theorie des Trollens meine Vorträge bei der Trollcon 2012 und 2013 in Mannheim:

Presseanfragen beantworte ich gern. Dazu reicht ein Kommentar auf dieser Seite versehen mit dem Zusatz, ihn nicht freizuschalten.

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