Wanderbuch: Elemente einer realistischen Philosophie #wndrbch15 #eerph
Ich möchte das Buch „Elemente einer realistischen Philosophie“ von Jocelyn Benoist als Wanderbuch vorschlagen.
Was ein Wanderbuch ist, kann man hier nachlesen.
Zur Verhahrensweise: Wer das Buch haben möchte melde sich entweder hier mit Kommentar oder bei Twitter/Facebook (Hashtag #eerph). Der erste, der sich meldet bekommt das Buch von mir. Jeder weitere meldet sich beim aktuellen Besitzer. Wahlweise kann auch der Besitzer des Buches einen nächsten ansprechen. Das Porto kostet 1 Euro innerhalb Deutschlands als Büchersendung. Den Umschlag bitte deutlich mit „Büchersendung“ beschriften.
Wer Kommentare schreiben oder auf Kommentare von anderen reagieren will vergesse nicht den Hashtag, damit man die Kommentare wiederfinden kann.
Wer macht mit?
Ich mach mit
Lustig wär es erst, wenn jeder Kommentare ins Buch schreibt, wie z. B. launische Anmerkungen am Rand etc., die dann die anderen lesen können. Ansonsten ist es ja nur private Büchereierei.
Kurzes Update (ich bin so frei):
Kusanowsky hat das Buch gestern an mich verschickt. Wenn ich damit durch bin geht es an Anne Milios (@annemilios). Jenscmoeller ist dann Station Nummer drei.
Lg
Michael
Oben in dem Blogartikel ist ein Text verlinkt, der Auskunft darüber gibt, was Wanderbücher sind.
Worüber der Text nicht Auskunft gibt ist, was an Wanderbüchern faszinierend ist. Wer Bücher kennt, wer Bücher mag, wer weiß, was man mit Büchern anfangen kann, stellt fest, dass alles, was in einem Buch geschrieben steht, für die Lektüre des Buches relevant sein kann. Dazu gehören neben den bekannten Angaben wie dem Namen des Verfassers, dem Ort und dem Jahr des Erscheinens auch alles andere, das durch den Druck vorgesehen wurde: all das, was durch den Druck nicht vorgesehen wurde, nämlich: die Benutzungsspuren aller Art. Dazu zählen Gebrauchs-, Verschleiß- und Zerstörungsspuren wie Knicke, Flecken, Risse, Verschmutzungen, Rettungsversuche wie Klebestreifen und Klammern, aber auch solche Spuren, die als Beigabe oder Ergänzung fungieren: Bemerkungen von Vorbesitzern, Unterstreichungen, Anmerkungen, Besitzanzeigen, Grüße an Beschenkte, Datumsangaben über Erwerb, Stempel von Bibliotheken, Signaturkleber auf dem Buchrücken, und vor allem: Lesezeichen.und eingelegte Notizzettel aller Art.
Ich bin immer wieder fasziniert davon, was man in alten Büchern finden kann: Stundenpläne von Studenten, Bonbon-Papier, Mittagessenbestellkarten von Krankenhäusern, alte Bus- und U-Bahntickets, Büroklammern, Postkarten, Fotos, eingelegte Gedichte und Gebetstexte, krakelige Zettel aller Art.
Darum können Wanderbücher, erst recht, wenn ihre Wanderschaft durch Twitter dokumentierbar ist, eine erratische Chronik sein, ein sogenanntes „offenes Kunstwerk“ (nach Umberto Eco) , eine „Knickgeschichte“ (Michael Karbacher) , ein bibliophiles Langzeitforschungsprojekt. Diese eBooks verlieren diese Art der Qualität des Lesens, Erfassens, der Habtik und des Erlebens des Erlebens anderer.
Aus diesem Grunde empfehle ich Wanderbücher. Die Kosten sind gering, der Erlebnisgehalt riesig groß.