Meine Account-Sperre bei Twitter
von Kusanowsky
An die geheime Weltregierung und an ihre Agenten im In- und Ausland! Liebe Publizisten:
Mein Twitter-Account wurde am Donnerstag, den 13. Juni 2019 gesperrt. Gründe wurden mir nicht genannt. Möglicherweise habe ich irgendein Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen oder hatte, was eher zu vermuten ist, versehentlich oder auch mit Absicht „Jehova, Jehova, Jehova“ geschrieben. Wie auch immer. Beides sind schwere Vergehen. Das sehe ich ein. Deshalb bitte ich um Begnadigung.
Sollte mein Begnadigungsgesuch ohne vorurteilsfreie Prüfung der reinen Fakten ablehnt werden, bitte ich das Hohe Gericht, folgenden Umstand in Erwägung zu ziehen: Innerhalb eines geschlossenen Kreises von Vermutungen, Verdächtigungen, Indizien, Beweisen und Aussagen von lebenden und toten Zeugen ist auch der Umstand von Bedeutung, dass ich selbst ein Agent der geheimen Weltregierung bin. Das bedeutet: Gewiss kann alles, was ich äußere, gegen mich verwendet werden. Das aber heißt, dass auch das Gegenteil möglich ist. Die Konsequenz wird sein, dass ich meinen Humor verliere und mich mit einem anderen Account wieder anmelden werde, aber diesmal so, dass es kracht.
Ich bitte ernsthaft darüber nachzudenken, welche Folgen das für den Fortgang der Weltgeschichte und den Geheimnissen ihres Erfolgs haben wird.
Hoffnungsfroh, euer Klaus Kusanowsky.
Werter Herr Kusanowsky,
wie schön, von Ihnen Nachricht aus der Verbannung zu erhalten. Ihre Bitte um Gnade zeigt das ganze Dilemma. Sie haben das Formular in seiner Blödheit bloßgestellt und jetzt tut es, was es kann, es exekutiert. Von sachlicher Prüfung oder gar Drohungen versteht es nichts. Schmeicheln Sie ihm, mit Geschenken und Opfergaben, aber es bleibt nur das Hoffen auf gnädige Willkür.
Es wird sich auch nicht ändern, es muss sterben. Revolution! Auf die Barrikaden mit uns!
Aber Ihre Nachricht ist mir auch Erfüllung meines Wunsches vom letzten #trialog. Erbat ich mir dort doch ein Zeichen der geheimen Weltregierung. Und jetzt dies.
Mit solidarischen Grüßen aus dem heiligen Colonia, Ihr @pemoe
lol
Geschätzter Herr Kusanowsky,
es war mir leider noch nicht vergönnt, Ihnen mein Dank auszusprechen für Euer Frohmut und der sensiblen Gabe des Einfühlungsvermögens und es schmerzt meinem Herzen ob der Ungerechtigkeit, diesen erst aussprechen zu können, nachdem Sie dieser Plattform entrissen wurden.
Ich möchte Sie bitten, Chappatte Grüsse zu übermitteln, der ähnliche Unterstützung benötigt.
Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz,
Julien Simonet
@j_nibiru
Hallo Klaus.
Spektabilität!
Leider wurde Rom von Barbaren eingenommen und Sie mussten in die fernste Provinz fliehen. Doch wenn Rom von den Barbaren erobert wird, dann ist es vielleicht sogar geraten, sich bis über die Grenzen der Provinz hinauszubegeben. Schließlich gibt es immer eine vernachlässigte Umwelt, wo ein neues Rom und neue Bündnisse gegründet werden können. Natürlich muss dann die Zivilisation von Neuem aufgebaut werden, aber welch eine erhabene Aufgabe für einen Geist, der das Lernen so sehr erstrebt. Die Weltgeschichte wird anders verlaufen und Bruder Pemoe aus dem heiligen Colonia ist sogar bereit auf die Barrikaden zu gehen und auch meine Wenigkeit scheut nicht die Mühen des Neuaufbaus. Der Name Bona – also mein vertrautes Heimatsprengel – bedeutet im Keltischen ja „Gründung, Stamm“ und verweist damit schon auf einen Kreis außerhalb der „pax romana“.
Mit werten Grüßen aus den dunklen Jahrhunderten, Ihr
kleines wasserreiches Tal
hübsch