Mitschriften von Vorträgen und Gesprächen
von Kusanowsky
Jemand hat sich die Arbeit gemacht, Auszüge aus Vorträgen von mir und Gesprächen mit mir aus den letzten ca. 7 Jahren zu verschriftlichen. Herausgekommen ist ein über 40 Seiten langer Text mit Links und genauen Stellenangaben.
Ich weiß noch nicht genau, was ich damit anfangen soll. Vielleicht hat jemand von euch eine Idee? Was mir dazu einfällt, ist, die Kommentare mit Kommentaren, evtl. mit Fußnoten zu versehen.
Den Text findet man unter diesem Link
Schöner Service
@pemoe – Zum ersten Beitrag. Ich kann nicht anders, als den Exkurs in vergangene Epochen mit anderen Beiträgen zum Thema zu vergleichen. Das dort konstruierte Subjekt trage ich nicht mit. Daraus folgt viel. Alternativ bspw.: Die Zunahme der Zahl von Magistern, die ihre Meinung mit Anspruch auf Resonanz äußern, sabotiert den Anspruch auf Resonanz, da das Publikum überfordert ist. Die Anwendung einer Auswahl ist der Versuch das aktuell installierte System der Meinungsverbreitung zu restaurieren.
Die Gegenwart ist ein Rauschen. Alles ist an alle adressiert. Ich erlebe mich als Subjekt, wenn ich selektiere, was mir relevant scheint. Die Trollerei stört meine Illusion, souverän in den Verhältnissen zu sein. Tatsächlich bin ich souverän, wenn ich mit dem Rauschen spiele und es für nicht mehr als Knete ist. Ich mache daraus, was ich will.
Danke für deine Bereitschaft dich mit den Transkripten zu entblößen. Respekt.
SoWi-Stammtisch 1. Den Scharlatan mag ich. Die Relevanz von Kritik. Für mich eine Frage von Macht. Wenn Kritik mit Worten etwas bewirken kann, dann ändere ich die Regeln. Jede* soll ruhig endlos reden, ich sorge aber dafür, dass es nichts mehr bewirkt. Die Fassade, die Illusion von Wirkung sollte entstehen, dann war die Regeländerung erfolgreich. Daraus folgt, dass Kritik, die wirken soll, die die Ordnung in Frage stellt, nicht über den Akt des Sprechens wirken kann. Das Sprechen muss Gegenmacht organisieren können. Das ist aktuell scheinbar kaum möglich, wenn jede* sprechen kann mit der Intention sich zu ermächtigen. Die vielen kleinen Ermächtigungen sind unorganisiert nicht machtvoll gegen die Mächtigen. (Dass die Mächtigen austauschbar in der Struktur sind ist so, dass die Position besetzt ist, reproduziert die Struktur.) Macht = jemanden dazu bringen können etwas zu tun, was die/der nicht aus eigenem Wunsch möchte.
Systemtheorie ist kein Scharlatan, entnehme ich dem Text. Konsequent fände ich auch hier Scharlatanerei möglicherweise für möglich zu halten. Wenn schon, dann schon. 😉