Auch ohne Meerrettich @benbarks @frachtschaden

Das beeindruckende an diesem Bild ist, dass man vieles gar nicht sieht. Man sieht kein U-Boot, keine Büroklammer, kein Schmieröl in einer verdreckten Autowerkstatt, keine Fenster oder Taschentücher, keine sauber abgepackten Damenbinden. Man sieht aber auch keine geknechteten Fensterputzer oder Pizzaboten oder Männer mit Bartwuchs, die in einer versoffenen Nacht von Außerirdischen abgeholt und von ihnen in Echsen verwandelt wurden, und die seitdem auf einem fernen Planten nach Zahnstochern suchen um gelangweilten Finanzbeamten das Leben zu erleichtern.
Auch sieht man nicht ein hübsches Fräulein namens Xirfgvilbceh, das in Hamburg das normale Leben einer Hausfrau führt, und die sich in einen Bleistiftanspitzer verliebt hat.

Man sieht gewiss auch vieles andere nicht. Auch nicht Herrn Doktor Stinkefuß und seine Frau Mathilde und wie sie es miteinander machen, wenn sie gemeinsam Rührei herstellen.
Das Bild bleibt rätselhaft. Es lässt so vieles weg, das für eine Professorin im Fach „Allgemeine Verletzung von Sprachbesonderheiten im Euro-afrikanischen Raum“ von Bedeutung wäre. Sie hat allein über dieses Thema 2.547,03 Fachartikel geschrieben, von denen lediglich eine pickelige Studentin aus Thüringen im Februar 2010 einen gelesen hat. Aber nur die ersten 3 Seiten. Alles andere wäre für den Storch gewesen, der hier abgebildet ist.

Oder für die Katz‘, die woanders abgebildet ist, aber nur Mister Entekrumm in Kommgutheim kennt die genauen Umstände dieses Zusammenhangs.

Das Bild will sagen: Wir wissen vieles nicht, auch nicht Kleingretel in Sachsenhausen. Die gibt es nämlich wirklich und ist eine importierte Forelle aus einem fernen Land. Sie schmeckte ziemlich gut.

Auch ohne Meerrettich.

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