Heute auf der Straße in Gießen. Ich hatte eine Straße zu Fuß überquert … #refugeeswelcome

von Kusanowsky

Heute auf der Straße in Gießen. Ich hatte eine Straße zu Fuß überquert. Auf der anderen Seite standen Männer herum, einer saß auf einer Mauer. Von links kam eine junge Frau in sommerlicher Kleidung zwischen mir – im rechten Winkel auf den gegenüberliegenden Bürgersteig zugehend – und den Männern vorbei. Die Frau passierte gleichsam eine Gasse von Männern. Auf der einen Seite ich, auf der anderen Seite die anderen Männer. Die Männer mir gegenüber pfiffen der jungen Frau nach, der Mann, der auf der Mauer saß, sprach in gebrochenem deutsch: „Sexy Frau“, er pfiff und winkten ihr zu. Sie ging weiter. Ich ging weiter. Der Tonfall der Anmache war aggressiv und hatte den Charakter von Geringschätzung.
Nun, es war sonst nichts weiter passiert. Aber die Begegnungsituation war klar. Das hätte auch anders weiter gehen können.

Wer sich nun nicht selbst unter den Verdacht stellt, Rassist oder ausländerfeindlich zu sein, kann diese Begegnungssituation sehr genau beschreiben und erkennen. Es geht nämlich nur um die Beschreibung einer Verkehrssituation. Und sonst nichts. Folglich gibt es keine andere Erkenntnis als die, welche besagt: Der Verkehr verlief *fast* störungsfrei.
Im einem, auch möglich anderen Fall würde nur gelten: es wurde der öffentliche Verkehr mutwillig, schuldhaft und unerlaubt gestört.
Wem das zu wenig ist, will nicht in Deutschland leben. Denn genau diese Art von Sachlichkeit ist *unser* Lebensstil. Du kannst in dieser Hinsicht gern anderer Meinung sein, aber auch das entspricht der Sachlichkeit unseres *Lebensstils*.

That’s all, folks.