Die politische Zoologie des modernen Humanismus … @Textdirektor

von Kusanowsky

Die politische Zoologie des modernen Humanismus beruht auf dem krankhaften Gedanken, dass Menschen einen Wert hätten. Von Werten kann man sprechen, wenn man von Maßstäben spricht und von Maßstäben nur, wenn Wertunterschiede erkennbar werden. Wer Menschen irgendeinen Wert zuordnet, kann nicht mehr verhindern, dass Wertunterschiede beobachtbar, kommunikabel und ordnungsfähig werden. Dass alle Menschen gleichwertig sind, kann dann sozial nicht mehr hergestellt werden und führt zu allen bekannten Erscheinungen von (Anti-)Rassismus, (Anti-)Feminismus und (Anti-)Sexismus, die harmlosen Formen sind damit genauso gemeint wie die abscheulichsten.

Krankhaft ist diese Art von Humanismus, weil er genau dies versucht und folglich, wenn sich daraus Kommunikation von Eifersucht ergibt, keine Grenzen der Selbsteinschränkung mehr akzeptieren kann. Das wiederum heißt, dass die politische Zoologie eine sozial pathologische Selbstdestruktion betreibt, die es im Namen jeder Art von Menschenliebe erlaubt, alle nur erdenklichen Verbrechen zu begehen, zu rechtfertigen und zu vertuschen.

Diese Form der modernen Menschenliebe ist das Blutbild der Gesellschaft.