nächster Podcast: Cliquengespräch #nichtkzu
von Kusanowsky
Was ist eine Clique? Als informelle Gruppen werden in der Soziologie und anderen Sozialwissenschaften soziale Gruppen bezeichnet, die sich mehr oder weniger spontan gebildet haben, und weder über formale Strukturen noch über festgelegte Ziele (siehe formelle Gruppe) verfügen. Die Abwesenheit von formellen Strukturen heißt aber nicht, dass in solchen Gruppen keine klare Rollenverteilung existiert beziehungsweise dass jeder einfach der Gruppe beitreten kann.
Als typische informelle Gruppen werden die Cliquen bzw. Freundeskreise von Heranwachsenden, mit noch ungeprägter Persönlichkeit, aber auch Skatrunden angesehen.
„Will man also darüber nachdenken, worauf man sich einlässt und bereit sein, darüber Erfahrungen zu sammeln, wird man vielleicht besser daran tun, zu fragen, wovon man sich entfernt, was man zurücklassen, wovon man sich ablösen, welche Normalitäten man nicht mehr akzeptieren will.
Neuland zu betreten, heißt auch, Altland zu verlassen. Was will oder kann man aufgeben, worauf kann oder will man verzichten, was will man fallenlassen, wenn man sich auf etwas Neues einlässt?
Die gegenwärtige Antwort: fast nichts. Jeder ist zwar zur Veränderung bereit, aber nur unter der Voraussetzung, dass im eigenen, liebgewonnenen Lebensablauf alles erst mal bleibt, wie es ist. Das heißt, kaum einer ist bereit, Neues zu entdecken, zu forschen, zu lernen. Diese Weigerung bedeutet auch, sich selbst nicht verändern zu wollen oder zu können.“
Aus dem Artikel „Die Immunreaktion der Lernverweigerung“
http://www.carta.info/72286/die-immunreaktion-der-lernverweigerung/