Die Kunst der Wissenschaft – die Wissenschaft der Kunst

von Kusanowsky

Wahrlich, schwer zu beweisen ist alles Sein und schwer zum Reden zu bringen. Sagt mir, ihr Brüder, ist nicht das Wunderlichste aller Dinge noch am besten bewiesen?
Ja, dies Ich und des Ichs Widerspruch und Wirrsal redet noch am redlichsten von seinem Sein, dieses schaffende, wollende, wertende Ich, welches das Maß und der Wert der Dinge ist.

Friedrich Nieztsche, Von den Hinterweltlern, in: Also sprach Zarathustra

http://www.zeno.org/Philosophie/M/Nietzsche,+Friedrich/Also+sprach+Zarathustra/Die+Reden+Zarathustras/Von+den+Hinterweltlern

Die Kunst der Wissenschaft besteht darin ein Anliegen ins Gespräch zu bringen, über das niemand so einfach reden kann; etwas Abwegiges und Fremdes, Seltsames und Seltenes, Schamhaftes und Gescheutes, Unglaubwürdiges und Unzumutbares ins Gespräch zu bringen, um damit eine Welt zu erklären, die aufgrund solcher Inkommunikabilitäten unerklärlich erscheint.
Ist die Befreiung aus solchen Inkommunikabilitäten geschafft, so ist es nur noch eine Wissenschaft der Kunst, das Gespräch solange fortzusetzen und die Welt solange zu erklären bis sie lächerlich und absurd, unergründbar und unlogisch, angstbehaftet und feindlich, empörend und unzumutbar erscheint.

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