Differentia

Monat: April, 2015

mystischer Realismus? @benbarks

Habe den Roman Ubik von Philip K. Dick gelesen.  Die Geschichte beginnt mit Andeutungen darüber, dass den handelnden Personen nicht klar ist, was real ist und was nicht. Die Geschichte entwickelt sich so, dass dem Leser von Seite zu Seite immer klarer wird, dass den handelnden Personen immer unklarer wird, was real ist. Nach ungefähr der Hälfte des Buches wurde mir endgültig klar, dass den handelnden Personen immer noch nicht klar ist, was real ist und was nicht. Deshalb hatte ich an dieser Stelle aufgehört zu lesen, weil ich fürchtete, dass die Geschichte damit enden wird, dass den handelnden Personen nicht klar werden wird, was real ist.

Weil mir das alles allzu realistisch vorkommt, disqualifiziere ich den Roman als mystischen Realismus für Anfänger dritter Klasse. Natürlich ist nicht klar, was das bedeutet. Aber das dürfte ziemlich egal sein, weil ja niemand weiß ob der Roman real ist.

Wir kochen Hagebuttenmarmelade I – Das fragliche Verhältnis von Laien und Experten #CryptoCon15

Bei der CryptoCon15 in Leipzig vom 7. bis 10. Mai 2015 werde ich mich mit folgendem Thema befassen

Wir kochen Hagebuttenmarmelade – Das fragliche Verhältnis von Laien und Experten

In dem Vortrag geht es darum, das Verhältnis von Laien und Experten zu analysieren und zu fragen, ob die bekannte Behandlung dieses Verhältnisses ein Hindernis ist um in wichtigen Angelegenheiten wie Datenschutz und Datensicherheit neue Konzepte zu finden.

Datenschutz und Datensicherheit sind Angelegenheiten, die alle Menschen betreffen. Daran dürfte gar kein Zweifel bestehen auch dann nicht, wenn wie gegenwärtig, Datenschutz und Datensicherheit nicht nach bekannten Verfahrensweisen gewährleistet werden können. Die bekannte und bislang immer noch allgemein geteilte Auffassung ist, dass für Datenschutz und Datensicherheit bestimmte Experten zuständig sind, die aufgrund einer geprüften Kompetenz festlegen, welche Leistungen und Garantien in Sachen Datenschutz zu erbringen wären.
So wichtig diese Angelegenheiten auch immer sind, mindestens zeichnet sich ab, dass der gewohnte Verlass auf Experten wenig aussichtsreich ist.
Diese Überlegung möchte ich zum Ausgangspunkt nehmen für ein Nachdenken darüber, dass das Verhältnis von Laien und Experten nicht nur im Fall von Datenschutz und Datensicherheit fraglich geworden ist, sondern auch im allgemeinen gesellschaftlichen Zusammenhang nicht mehr überzeugen kann.
Wenn das so ist, dann führt das zu der Frage, wie die notwendigen gesellschaftlichen Leistungen und Garantien trotzdem erbracht werden können, wenn das Verhältnis von Laien und Experten fraglich wird.

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