Wenn der Hund weint: Die Mensch-Hund-Puppe, erratisch-paranoische Impressionen X

von Kusanowsky

Soweit man das vom Bildschirm aus erkennen kann, beugen sich die Menschen von hinten über den Rücken der Hunde und haben sich selbst und den Hund mit einem Pullover überzogen. Die die Menschen können also gar nichts sehen. Sie müssen mit dem Gesicht auf dem Rücken der Hunde liegen.

Das hat zur Folge, dass die Koordination zwischen der Mimik der Hunde und der Gestik der Menschen nur zufällig einen Zusammenhang ergibt, der aber beim Anschauen des Kamerabildes durch die Unterstellung eines sinnhaften des Geschehens diesen unglaublich komischen Eindruck erzeugt.

Das Gesamtarrangement zeigt, dass es hier um eine „Mensch-Hund-Puppe“ handelt, die nicht von einem Puppenspieler gesteuert wird, sondern nur durch das Arrangement den Eindruck einer geskripteten Spielszene erzeugt. Natürlich müssen die Hunde einigermaßen abgerichtet, bzw. dressiert sein, um dieses Spiel mitzumachen. Das gilt aber auch für die beteiligten Menschen. Der Ablauf der Erzählung dieses Sketches wird allein durch die Kamera gesteuert, bzw. durch die Beobachtung der Kameraufnahme.

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