Systembeobachtung, ein harter Fall #systemtheorie #zdf #fernsehen

von Kusanowsky

Wenn man sich mal vorstellt, was Rettungshelfer, Polizisten und Kriminalisten, Pathologen und Psychiater so alles vor die Augen bekommen: zerstümmelte und zerfledderte Menschen, manche halb lebend, manche halb tot; strangulierte, zerstückelte, zerhackte, verbrannte und verkohlte Leichen oder Leichtenteile; Menschen schreiend in Not vor Todesangst; Unfallorte, die aussehen wie Kriegsschauplätze; zertrümmerte Häuser, Rauch, Hitze, Qualm. Verworrene Menschen, die vor Wut außer Rand und Band geraten, Gewalttäter, Amokläufer, Borderlinepsychioten. Menschen, die eher Tieren ähnlich sind, die sich in Fäkalien wälzen, die sich selbst und andere verletzen, Menschen, die im Müll leben, die ihre Kinder einsperren, fesseln, quälen, vergewaltigen.

Man kann sich all diese Schauerlichkeiten, wenn man sie nicht als Film- oder Fernsehbilder kennen lernt, nur schwer vorstellen.

Soziologische Systembeobachter haben es aber auch nicht leicht.
In einem Interview mit der ZEIT in der aktuellen Ausgabe vom 23. Mai 2013 findet sich unter dem Titel: „Warum ist die Quote Programm?“ eine Aussage von Thomas Bellut, dem Indentanten des ZDF, die hier ich hier wörtlich zitiere (Dossier, S. 14):

Bellut: Gegen Kochsendungen in der Mittagszeit ist ebenfalls überhaupt nichts zu sagen, sie sind außerordentlich günstig, verstoßen nicht gegen die Menschenwürde und verbreiten Wissenswertes übers Kochen.

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