Wenn der Hund weint: der blinde Hund, erratisch-paranoische Impressionen VI
von Kusanowsky
Das Philosophie-Blog „der blinde Hund“ beschreibt sich selbst mit diesen Worten: „Etwas Philosophie, hier und da mal etwas Kunsttheorie und ein Haufen Quatsch“.
Bereits am 2. April wurde ein Artikel gepostet, der einen anderen Blogartikel verlinkte, in dem es um die Frage nach Pro und Contra des Führens eines Philosophie-Blogs ging. Unter Contra wurde angeführt: „Verringerte geistige Intimsphäre“.
„Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“- „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“- „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“ – „Verringerte geistige Intimsphäre“
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Es handelt sich dabei offensichtlich um einen Kategorienfehler. “Verringerte geistige Intimsphäre” hätte unter Pro stehen müssen.
„Dass ein Kategorienfehler begangen wurde, lässt sich daran erkennen, dass die Einsetzung eines Ausdrucks einen unsinnigen Satz produziert.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorienfehler
Performat: Der Autor setzt die Führung eines Webblogs fort, indem er in einem Artikel über das Pro und Contra des Führens eines Webblogs philosophiert und kommt unter Contra zu der Meinung, es könnte zu „verringerter geistiger Intimssphäre“ führen. Die Aussagefähigkeit von Performaten lässt sich nur erratisch-paranoisch ermitteln, weil die Fremdreferenz nur als ausgeworfene Differenz beobachtbar ist. Auf der deskriptiv-konstatierenden Ebene sieht das alles sehr unverdächtig aus. Erst wenn man die Selbstreferenz mitberücksichtigt wird man festellen, dass das entweder alles Quatsch ist, oder, wenn doch kommunziert, so ist der Quatsch als Quatsch kommuniziert, aber dann ist es keiner mehr, jedenfalls ist die Differenz von Vernunft und Quatsch nicht mehr ermittelbar, weil ja zugleich beides jederzeit der Fall sein könnte.
Es kommt dabei nicht darauf an, was der Autor eigentlich meint, denn die kritische Plausibilität seiner eigenen Meinung ist vollständig zerstört und zwar
1. gemäß der Selbstauskunft dieses Artikels und wurde außerdem
2. durch die Verlinkung bei „der blinde Hund“ unter einen Quatsch-Vorbehalt gestellt.
Kritisch ergibt sich entsprechend eine Indifferenz, weshalb man sich entweder zum Schweigen selbst verpflichten muss, oder man schließt an, aber dann kann eine Beobachtungssicherheit nicht mehr gewährleistet sein. Wer dann unter diesen Bedingungen mit Kritik weiter machen will landet in der superstitiösen Observanz, weil jede Kommunikation von Kritik jederzeit auch errtischen Charakter haben kann. Kritik wird dann, wo sie subjektiv in die Anführungszeichen von Überzeugtheit gesetzt wird, zur Selbstverarschung. Und das Wettspiel der Kommunikation dreht sich dann nur um die Frage, ob jeder einzelne das merkt oder nicht. Und wie immer das Wettspiel ausgehen mag: Gewinner und Verlierer bleiben am Ende unbeoachtbar, bleiben sozial allein.
https://twitter.com/kusanowsky/status/319767138107793408
DIe Einsetzung eines Ausdrucks kann bei „verringerte geistige Intimsphäre“ schon deswegen keinen unsinnigen Satz herstellen, weil gar kein Satz vorliegt, der unsinnig sein könnte. Demzufolge hinkt die Argumentation für einen Kategorienfehler.
– gez. Der Autor der Res-Cogitans-Liste
“ Demzufolge hinkt die Argumentation für einen Kategorienfehler.“
@Mathias das ist eher andersherum. Die Arugmentation ist ganz korrekt.
Es geht dabei nicht um eine Definition grammatikalischer Zusammenhänge. Denn grammatikalisch gesehen ist der Satz: „Dieser Satz ist ein Hund“ völlig korrekt. Es geht kritisch gesehen nicht darum, was ein Satz ist, sondern um den Aussagesachverhalt. Der lautet: gegen die Führung eines Blogs spricht eine verringerte geistige Intimsphäre. Mit diesen Worten wird die Führung des Blogs fortgesetzt. Deshalb ist der Aussageinhalt auf die Fortsetzung des Blogs beziehbar. Das heißt, dass dieser Blog eine verringerte geistige Intimsphäre aufweist. Das spricht dann für die Fortsetzung des Blogs.
Deine Kritik ist völlig falsch. Du musst deine gestige Instimsphäre erweitern. Deshalb musst du mit dem Blogschreiben aufhören. Verstehst du?
@Dorotyna
mmh, kritisch gesehen weist dieses Blog überhaupt keine geistige Intimsphäre auf. Hier scheint mir tatsächlich ein Kategorienfehler auf deiner Seite vorzuliegen. Das Prädikat: “weist keine geistige Intimsphäre auf” ergibt in “Dein Blog weist keine geistige Intimsphäre auf” und analogen Sätzen Unsinn, da ein Blog überhaupt keine geistige Intimsphäre aufweisen kann.
Die Selbstreferenz ist unproblematisch, weil die Tatsache, dass es ein Contra-Argument für eine Handlung gibt, nicht notwendig impliziert, dass die Handlung bei einer abschließenden Bewertung, die alle Pro-Argumente und Contra-Argumente miteinbezieht und gewichtet, zu unterlassen ist. Deine Argumentation verstehe ich demzufolge nicht.
„Deine Argumentation verstehe ich demzufolge nicht.“
@emil v. masur
Das stimmt nicht. Du kannst demzufolge meine Argumentation sehr wohl verstehen.
Wenn man die Argumente von kynikusy ernst nimmt, so kommt es zu einer Doppelbedeutung auf jeder Ebene, die auf ein eingeschlossenes Drittes veweist. Wenn „Ja“ dann auch „Nein“, wenn so dann auch anders, wenn nicht so dann auch nicht anders. Das heißt notwendig, dass du mit deiner Kritikfähigkeit am Ende bist, weil du es eben auch nicht bist, weißt du? Du musst dein Leben ändern. Dein Leben ändern. Du musst! Du musst!
Glaub ich. Oder lass es. Ach, was weiß ich und was weißt du denn schon davon.
@Dorotyna
Demzufolge müsstest du wissen, was ich weiß. Aber du weißt es demzufolge nicht. Demzufolge ist alles klar. Was soll es noch? Kusanowsky schreibt Schwachsinn. Sorry, aber das ist meine Meinung. Ich weiß, dass das hier in diesem Zusammenhang ketzerisch ist, aber ich stelle das mal so in den Raum.