Heidegger und McLuhan – Eine imaginäre Begegnung
von Kusanowsky
Persönlich haben sich Martin Heidegger und Marshall Mcluhan zwar nie getroffen, hätten aber sicher viel miteinander zu diskutieren gehabt. Sowohl Heidegger als auch McLuhan waren Theoretiker eines tiefen verborgenen Mediums des Hintergrunds, das unter den oberflächlichen Erscheinungen liegt. Obwohl beide das Tiefe und Verborgene zu ergründen suchten, machen sie beide paradoxerweise die Oberfläche der Welt als den Ort aus, an dem Kommunikation erscheint. In seiner International Flusser Lecture wird Graham Harman mögliche Zukünfte der Heidegger und McLuhan Forschung diskutieren und dabei einige Verbindungen zur Kunst aufzeigen.
Ankündigung eines Vortrags von Graham Harman, vollständig hier https://doctorzamalek2.wordpress.com/2013/03/31/flusser-lecture-on-april-8-in-berlin/
Der Herausgeber des Buchs „Realismus Jetzt. Spekulative Philosophie und Metaphysik für das 21. Jahrhundert“ Armen Avanessian stellt die vier bedeutendsten spekulativen Realisten vor. Er zählt dazu Quentin Meillassoux, Ray Brassier, Iain Hamilton Grant und Graham Harman. „Wenn man den neuen Realisten oder Materialisten folgt, sind die gegenwärtigen experimentellen Wissenschaften in der Lage, erstmals eine Welt und ein Universum zu beschreiben, das der Emergenz der menschlichen Intelligenz vorausgeht“, schreibt Armen Avanessian in seinem Editorial.
http://www.wissen57.de/realismus-jetzt.html
„Diese große Rückbesinnung der Philosophie, die Wiederbelebung der Metaphysik, sucht Harman von den Objekten her. Er entwickelte eine vierteilige Struktur, ein neues Geviert, das er als eine Art Teilchenmodell der Philosophie einführt. Dieses universelle Modell ergibt sich aus Harmans Beschäftigung mit Bruno Latour und den Phänomenologen Husserl und Heidegger. Doch nicht nur geisteswissenschaftliche Theorien auch aktuelle Entwicklungen drängen Harman zu seiner Object Oriented Ontology. „In the face of the looming ecological catastophe, and the incresing infiltration of technology into the everyday world (including our own bodies), it is not clear that the anti-realist position ist equipped to face up to these developments.” Neben dem ökologischen Denken und der Verschränkung von Mensch und Maschine sieht er außerdem in den Neurowissenschaften und in der zersplitterten Basis der Physik Belege für die Notwendigkeit einer neuen, objektorientierten Philosophie.“
http://lieberweltgeist.wordpress.com/2013/02/21/graham-harmans-metaphysischer-wildwuchs/