Differentia

Die Welt verstehen

Was ist auf diesem Bild zu sehen? (Herkunft)

gertoip

Nicht, dass man schon die Welt verstehen könnte, wenn man dieses Bild deuten kann. Aber wenn man erklären wollte, wie es kommen kann, die Welt verstehen zu lernen, wenn sie denn verstehbar wäre, dann wäre der Prozess des Verstehens so ähnlich wie die Wahrnehmung dieses Bildes. Man sieht wirre Kleckse, Punkte, ein Durcheinander, Ablenkung, Irritation, Unordnung. Aber wenn man Ordnung findet, wenn man erkennt was man sieht, gibt es keinen Zweifel, keine Ungewissheit, keine Wunder mehr.

Aus diesem Grunde ist es nicht statthaft zu sagen, was man erkennen kann. Man muss selbst drauf kommen, alles andere ist wieder nur Störung, Ablenkung, Durcheinander – dies nicht in Hinsicht auf das Bild, sondern in Hinsicht auf das Verstehen der Welt.

Man muss selbst drauf kommen. Das ist keine Frage der Ethik und auch keine des Standpunkts.

Erkennbar und nachvollziehbar ist das für diejenigen, die erkennen, was man auf diesem Bild sehen kann.

Gutes tun: Hasskommentare schreiben

John Scalzi ist ein Autor und Online-Schriftsteller, der angeblich (prüfen kann das niemand, es wird nur erzählt) den Zorn von Internnettrollen auf sich gezogen hat, weil er sich in einem satirischen Text über Meinungen zur Abtreibung von manchen Konservativen  lustig gemacht hatte. Und da ihn dieser Kommentarüberfall verdrießlich stimmte, suchte er nach einer Lösung für diese belästigenden Hasskommentare. So kam ihm die clevere Idee: für jeden eingehenden Hasskommentar spendet dieser unschuldige Teufel einen bestimmten Betrag an wohltätige Menschenrechtsorganistionen. Weitere Kollegen sollen sich dieser Idee angeschlossen haben.

(Hier die Webseite: http://whatever.scalzi.com/)

Wenn sich solche Ideen durchsetzen, wird die Spendenakquise um ein Strategie erweitert. Statt mit der Sammelbüchse von Tür zu Tür zu laufen, könnten von Menschenrechtaktivisten Hasskomommentare im Internet verbreitet werden. Warum auch nicht? Niemand weiß wer diese anonymen Schreiber sind. Und übrigens: niemand kann wissen, wer die Kommentare bei John Scalzi geschrieben hat, die ihn dazu brachten, diese beeindruckende Mildtätigkeit zu zeigen.

Und dass Täuschung ausgeschlossen wäre, kann niemand mehr glauben, zumal solche oder ähnliche Täuschungsversuche längst schon nicht mehr als Erzählideen für Romane taugen:

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