von Kusanowsky

“ … Man muss unterscheiden zwischen einem Tomatenhändler, der die Oeffentlichkeit mit Tomaten versorgt und einem Tomatenhändler, der damit Geld verdienen will: Das sind zwei GANZ verschiedene Schizos …“

Dialog

Aufgrund einer etwas peniblen Facebook-Diskussion habe ich mir ein paar Gedanken zum Begriff „Institution“ gemacht. Als Institution bezeichne ich eine als Objekt konstruierte Verursachungsinstanz für zugerechnete Aspekte einer gesellschaftlichen Ordnung.  Institution ist eine Hypostasierung, also eine Verdinglichung einer gedanklichen „Konstruktion“, die ich als Institutionalisierung bezeichne.

Diese nicht ganz leicht verständliche Formulierung wird vielleicht am Beispiel deutlicher. Ich beziehe mich dabei auf den sozialen Konstruktivismus von P. Berger, in welchem Institution als soziologisches Konzept eingefüht wurde.

Beispiel: die Institutionalisierung der „Schule“

Ich konstatiere, dass es die Institution Schule gibt und frage nach deren Institutionalisierung. Bevor es Schulen gibt lehren die Eltern ihre Kinder unter anderem beispielsweise rechnen. Mit der Zeit machen das viele Eltern, so dass viele Kinder betroffen sind, was ich als Sozialisation bezeichne, solange es unbewusst und nebenbei geschieht. Dann merken die Eltern, dass sie lehren und stellen einen Lehrer an. Sie produzieren damit einen handlungsbezogenen Typ, der die…

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