Sportlichkeit und Trollitik

von Kusanowsky

Es handelt sich bei diesem Beitrag um ein ganz wunderbares Dokument des Scheiterns. Es berichtet davon, dass durch das Internet nunmehr etwas herausgefunden wird, das noch niemals unbekannt war, nämlich die Macht des Pöbels; ein uraltes Problem, mit dem schon römische Senatoren klar kommen mussten. Die alten Römer konnten mit ihrer Armee ganze Völkerschaften in Schach halten, aber gegen die Macht des Pöbels in den Straßen Roms gab es nur ein Mittel: den Untergang des römischen Reiches. Aber zum Glück kann man aus der Geschichte nichts lernen. Denn welche Überlegung könnte dieser Vergleich zur Folge haben?

Besonders bemerkenswert ist die letzte Sequenz dieses Beitrag, in der ein Hoffnungsschimmer aufkeimt, da alle Interviewten Sportlichkeit zu erkennen geben. Ein jeder der Gefragten legt ein, wenn auch recht keusches Geständnis über Trolling ab. Schließlich ist ja keiner wirklich unschuldig, wenn auch die Beteiligten das gern so hätten. Diese Idotie raubt allen die Unschuld; und nur in kleinen Schritten sind sie bereit das zugeben. Das ist süß. So kündigt sich auch in der Politik der Lernprozess einer kommunikativen Technik der nicht überzeugten Verständigung an (mein Ausruck dafür: Paranoik).

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