re-entry, anders formuliert
von Kusanowsky
„Das Wunder besteht darin, dass das Universum einen Teil seiner selbst geschaffen hat, um den Rest seiner selbst zu studieren, und das dieser Teil, indem er sich selbst studiert, den Rest des Universums in seinen eigenen, natürlichen inneren Wirklichkeiten findet.“, schrieb John C. Lilly, der in den 1960er und 70er Jahren recht bekannte Psychiater und Delphinforscher.
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/546860/Peter-Sloterdijk-aufhoeren
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Er war jetzt eine Nacht und einen Tag von der Welt der anderen entfernt, die Anfang und Ende hatte, in der die Zeit begrenzt war, täglich neu erschaffen wurde und wieder verfiel, und nur die, die diese Welt verließen, wussten davon, wie von einem Geheimnis, aber sie konnten mit den in ihrer Zeit Zurückgebliebenen nicht darüber reden, weil deren Wissen mit der ablaufenden Zeit verging.
Auszug aus: Dieter Forte, Auf der anderen Seite der Welt, Roman, Frankfurt 2004
Ein schönes Delphinarium, aber in Freiheit ist mir alles noch lieber weil roh und nicht filigranisiert.
Was bleibt, ist dies:
– Lilly beschreibt poetisch elegant und kraftvoll Autopiese des Universums, des Systems vieler Systeme, aber -Theorie?? Eben wohl mal anders, völlig.
– Forte macht dem Roman Roman Tisch alle Ehre und kreiert eine neue und moderne physikalisch-mathematisch begründete Bibelfassung zum Leben nach dem Leben und der rennenden Zeit. aber System? Theorie?
Wissen „vergeht“ nicht, das „verläuft“ sich höchstens, findet jedoch oft wieder nach Hause – wo das auch immer dann gerade mal ist. Es hat da doch schon eher was von dem Universum des Lilly, von dessen „beiden Hälften“.
-Absatz- !
Luft holen, dann das:
Und der Peter Sloterdijk sollte Auf .. hören, das ist richtig, nur Auf wen?
Unter diesem Link der Süddeutschen sagt ihm das keiner, wie ist er dorthin gefallen? Was will oder soll er da wieder mal nicht sagen, konkret verbergen?
Da er als SprechDenker bekannt ist (am tiefsten und ergiebigsten wird während oder nach dem Srechen in Ruhe nachgedacht), ist er doch hier (im Link) völlig unergiebig Auf, geführt.
Zum im vorigen Jahrhundert führenden Sofaphilo s offen meinte die FR noch das hier
„Peter Sloterdijk Philosophisches Quartett:
Der Dieter Bohlen der Philosophie
Der Fernsehphilosoph Peter Sloterdijk wird abgesetzt und philosophiert in seiner letzten Sendung über die „Kunst des Aufhörens“.
Aber verständlich: Zehn Jahre und 63 Sendungen lang hat Sloterdijk mit seinem Denkkumpel Rüdiger Safranski für das ZDF mit dem „Philosophischen Quartett“ versucht, die Philosophie gegen ihre Liebhaber zu verteidigen, immer mit zwei Gästen, immer grundlegende Fragen („Ist die Welt noch zu retten?“, „Universum ohne Gott?“).
In einer Sendung, in der nicht im Ansatz auch nur eine Sekunde Philosophie betrieben, also um Erkenntnis gerungen wurde, war diese Frage Walsers der Höhepunkt: „Vermissen Sie sich nicht selbst, wenn Sie im Fernsehen nicht mehr auftreten?“
Denn Sloterdijk versetzt alles, was da denkt und schreibt in dieser Republik, in den Kandidatenstatus, verhält sich zu seinen mitphilosophierenden Zeitgenossen also wie Bohlen zu den Sangeskandidaten in „Deutschland sucht den Superstar“, als Dauerchecker, als ein Notenverteiler und Zeugnisaussteller, dem es darum zu tun ist, sich selbst als urteilsverkündenden Hochsitzinhaber zu gefallen.
Selbst Safranski kam neben ihm nie über einen Oberassistentenstatus hinaus.“ –
Nun weiß ich gar nicht mehr, was ICH noch dazu sagen w(s)ollte, es steht schon alle genauso in der FR:
(http://www.fr-online.de/medien/peter-sloterdijk-philosophisches-quartett-der-dieter-bohlen-der-philosophie,1473342,15240838.html)
Doch, jetzt weiß ichs wieder:
Wir bekommen eine Pracht aufs Zetdeef-Sofa!
Pardon, es war wohl mehr ein Precht gemeint,
Das ist der, der immer (nicht nur am Hemd ?) einen Knopf mehr aufmacht und ziemlich lang(e)haarig ist, der weiß alles – jedenfalls möchte man das denken, wenn er loslegt und, eloquent vorgedacht (und das gut zeigend), „anders formuliert“.
Aber wenn er dann fertig ist, hat er auch WAS gesagt (im Gegensatz zu Sloterdijk, der hatte dann immer nur gesprochen, und sichtbar gedacht) –
Nur das von Precht „Gesagte“ kam mir hinterher prechtiger vor als vorher, in jedem Fall aber so, als ob auch ich es schon irgendwie ahnte oder kannte …
… nur anders formuliert.