Soziale Selbstporträts

von Kusanowsky

Bei zeitonline gibt es eine höchst bedeutungslose Fotostrecke, die sogenannte „soziale Selbstporträts“ zeigt. Diese Fotostrecke ist so bedeutungslos, dass es nicht einmal lohnt, darüber wenig zu schreiben: Irgendwelche Leute auf der Welt fotografieren sich selbst und veröffentlichen das im Internet. Die Bedeutung der Bedeutungslosigkeit ergibt sich aus aus der Anonymität der gezeigten Menschen. Und man glaubt es kaum, man kann – wie alles andere auch – noch diese Selbstreferenzialität steigern. Wie dieses Bild zeigt:

Ein Mensch, den keiner kennt, gibt sich für Menschen, die er nicht kennt, als ein Mensch zu erkennen, den keiner erkennen kann.

Eine Paradoxie ist keine Paradoxie. Nur gut, dass das keiner merkt, denn das wäre paradox.

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