Wahre Freiheit der Internetanarchie

von Kusanowsky

Noch hat keiner die wahre Freiheit gefunden, aber dass sie zugrunde gerichtet würde, könnte man gewiss annehmen. Es sei denn man wüsste, in welchem semantischen Kontext dieser Tweet irgend einen beurteilbaren Sinn hätte, der sich nicht darin erschöpft, beliebig verstanden und darum besser dem ewigen Vergessen übereignet zu werden.

Es ist immer wieder interessant zu bemerken, wie irritiationslos solche Irritationen verbreitet werden. Gewiss, es bedeutet immer noch irgend etwas, aber man kann niemanden mehr antreffen, der eine erwartungssichere Meinung darüber mitteilen könnte, was davon zu halten ist. Denn eigentlich können wir einen Text nur dann verstehen, wenn wir ihn prinzipiell auch anders verstehen können. Dieser Tweet aber zeigt, dass man ihn gar nicht mehr auch anders verstehen kann; und darum möchte ich vermuten, dass er nur so verstehen ist wie er zu verstehen ist. Die zugeordente Beobachtungsoperation wird bezeichnet mit der Operation: RT

Dass der soziale Selbstverwirklichungsprozess des transzendentalen Subjekts mit der Benutzung des Interents seinen Abschluss findet und es anschließend in den Ruin getrieben wird, kann man an solchen Sinnzumutungen bemerken. Es muss auch noch so etwas rational verarbeiten, ungeachtet jeder empirischen Gewährleistungsschance. Es deriliert; und dann darf es sterben.
Das ist halb so schlimm, denn der Tod hat nichts Emprisches. Man hat noch keinen Forscher über diesen Gegenstand etwas sagen hören.

(man beachte auch den Twitter-Nick „fasel“)

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