Spiel ohne Grenzen. Die affirmative Funktion der Kritik
von Kusanowsky
Sich kritisch zu zeigen, Kritik zu äußern, eine kritisches Bewusstein zu fordern, zu empfehlen und zu pflegen war eine höchst gefährliche Angelegenheit zu einer Zeit, als sich die Merkmale einer zivilisatorischen Zuverlässigkeit durch Erwartungen auf Gehorsam und Untertanentum ergaben. Die allgemeine Kritik der Gesellschaft fand ihren Ursprung in der Ausweitung eines Welthorizonts, der mit der Ausdifferenzierung der modernen Gesellschaftsstruktur während der Industrialisierung begann und in eine explosionsartige Zunahme an Verstehensweisen mündete; eine Zunahme, welche es schließlich unmöglich machte, dass irgendetwas in der Welt unbemerkt, unerforscht, unerklärt und unkritisiert bleiben konnte. Die Welt wurde in dem Maße größer wie die Menge der thematisierbaren und dadurch auch kritisierbaren Sachverhalte anstieg und sich in der Zirkulation der Gesellschaft, unterstützt durch Verbreitungstechnologien in ihrer Kommunikabilität beschleunigten.
Für Strukturen, die Gehorsam erforderten, hatte sich dadurch das Spektrum an Voraussetzungen enorm verringert. Als paradigmatisches Beispiel nehme man nur die Entwicklung der Pädagogik. Zug um Zug wurden, wenn auch nicht überall gleichzeitig, einerseits Positionen geräumt, die auf die kontrollierende Beherrschung der individuellen Freiheit abzielten, während anderseits und umgekehrt die Entfaltung der individuellen Freiheit in ihrer Selbstkontrollfunktion beherrschbar wurde. Beides war bedingt durch soziale Erfahrungsbildungsprozesse, die durch ein Austarieren des Verhältnisses von Notwendigkeit und Möglichkeit Voraussetzungen für Strukturen entwickelten, welche schließlich ihre Ausgangssituation in Vergessenheit geraten ließen.
Kein lebender Mensch in Deutschland weiß mehr was es bedeutet, ein kaiserlicher Untertan zu sein. Und dennoch: man könnte glauben, dass die demokratische Freiheit das geblieben ist, was sie ehedem war: eine Utopie – für die einen ein Schreckensbild, für die anderen eine Befreiungstat.
Tatsächlich ist die Ausgangssituation aber eine gänzlich andere geworden. Die Legitimität der demokratischen Freiheit wird, dies gilt namentlich für den europäischen Bereich, nur noch von der legitimen demokratischen Freiheit selbst bestritten. Sehr markant tritt dies in der immer noch nicht befriedeten Auseinandersetzung um Stuttgart 21 zutage. Hierbei handelt es sich um einen friedlichen Konflikt, der zweiseitig legitim beanspruchte demokratische Rechte anerkennt und beide Seiten aussichtslos aufeinander zutreibt. Denn wie auch immer der Konflikt ausgehen mag, die Akzeptanz demokratsicher Freiheit wird durch diesen Konflikt bestärkt, nicht eingeschränkt; und dadurch kommt dieser Konflikt an die Grenze eines Nirwanas der Demokratie, indem ein Zustand der Gleichgültigkeit aller Differenzen als vollständig indifferent erscheint. Die Aussichtslosigkeit besteht darin, dass es nur noch so und nicht mehr anders weiter gehen kann: die Demokratie ist alternativlos geworden.
Etwas Ahnliches ergibt sich aus einer aktuellen Diskussion um Datenschutz und Datenfreiheit, die man mit einigem Recht als Schorfrand- oder Sandkastendiskussion belächeln könnte. In der Diskussion, in welcher sich gegenseitige Geringschätzungen in einem dialektischem Wechselspiel in Selbstwertschätzungen umwandeln, kann einerseits mit vollem Ernst das Potenzial der Kritik mit relativ wenig Aufwand entfaltet werden, was ja dadurch möglich ist, dass erstens das Recht auf Kritik niemand mehr infragestellt und dieses Recht zweitens auch gar nicht mehr behindert werden könnte. Andererseits merkt man aber, dass dieser Ernst, möglicherweise ob seiner kostengünstigen Möglichkeit, sich schon in Spaß und Ironie umzuwandeln beginnt. Denn wo Kritik als unbezweifeltes Recht beiderseitig zugestanden wird und sich die Möglichkeiten der Äußerung von Kritik aus immer weiter absinkenden Zumutbarkeitsschwellen ergeben, so kann es gar nicht ausbleiben, dass die Diskuanten anfangen, ihre gegenseitige Kritik in Selbstbespaßung zu überführen. Die einen nennen sich stolz „Spackos“, weil sie mal mit dieser Bezeichnung kritisiert wurden und nun mit ihrem so gefunden Selbstbewusstsein ihre Meinungsgegner mit der Bezeichnung „Aluhüte“ kritisieren, welche ihrerseits anfangen, diese Kritik als Spaßangebot aufzufassen und sich mit vollem Ernst als die Partei der „Aluhüte“ betrachten. Wie gesagt: man könnte das als Sandkastendiskussionen junger Leute beiseite tun, aber auch damit wäre nur gesagt, dass man den Spaß- und Spielcharakter solcher Diskussionen betrachten will, ohne zu bemerken, von welcher Funktion solche Art von Kritik ist.
Diese Kritik ist nicht gefährlich, sie ist nicht anzüglich oder umstürzlerisch, sondern sie verhält gegen die Bedingungen ihrer Möglichkeit affirmativ. Denn was könnte Kritik bewirken, wenn die spätmodernen Gesellschaftsstrukturen für ihre Reproduktionsfähigkeit auf jede Art von Kritik angewiesen sind? Doch wohl nichts anderes als die Affirmation dieser Strukturen.
Und die weiterführende Frage wäre dann, auf welche Entwicklungen diese Spaß- und Spieldiskussionen schließen lassen, wenn man ihnen nicht mehr mit Kritik begegnen kann, weil man sonst gefahrlaufen würde, in diese Paradoxien verwickelt zu werden und ohne zu verstehen, woher diese Paradoxien kommen und warum sie unvermeidlich sind.
ohne jetzt zu einem deiner chefkritiker werden zu wollen, habe ich schon wieder an etwas rumzukritteln. in aller kürze: es geht um den vergleich zwischen stuttgart21-gegnern und -befürwortern mit spackeria und aluhüten. diesen finde ich einigermaßen unzulässig, da im ersten fall macht asynchron zugunsten der befürworter (da sie an der seite der stuttgart21-vertragspartner stehen) verteilt ist; im zweiten ist das aber nicht der fall, da weder spackeria noch aluhüte über nennenswerte faktische macht (vom recht auf protest abgesehen) verfügen, sondern minderheitenpositionen in minderheitengruppierungen darstellen – stichwort sankastendiskussion.
deshalb mag für die aluhüte-spackeria-diskussion stimmen, dass sie langsam, aber sicher in selbstbespaßung münden wird. für die stuttgart21-diskussion kann ich mir das aber beim besten willen nicht vorstellen: schon gar nicht, wenn über die grundsätzlichen (macht)verhältnisse nicht weiter diskutiert werden wird. aber auch nicht, wenn sich die verhältnisse ändern, denn dann gäbe es eine neue diskussion, die das abgleiten in die reine unterhaltung verhindern würde.
deshalb finde ich den tenor des textes – kritik als affirmation der bestehenden strukturen – auch zu pessimistisch
Hallo
Schade das deine Texte solche Bleiwüsten sind. Ein wenig Struktur und kürzere Sätze, in denen genau so etwas schlaues stehen kann, helfen sehr bei der Lesbarkeit. Und auch das animierte Bild macht das lesen nicht einfacher.
Beste Grüße
ein Lese-Freund
@Thorstena „ohne jetzt zu einem deiner chefkritiker werden zu wollen“ – und wenn du es wolltest? Vermutlich würde deine Kritik, ob du willst oder nicht, entweder zwangsweise eingespaßt oder würde, wo sich sich nicht mehr als spaßfähig erweist, einfach ignoriert werden. Aber zur Sache: der Verweis auf S21 bezieht sich tatsächlich auf ein Machtverhältnis, welches aber, egal zu wessen Gunsten oder Ungunsten man es bewerten wollte, stets unter der Voraussetzung steht, dass beide Seiten ihre demokratische Legitimität dadurch bestreiten, dass diese Legitimität beidseitig unbestritten akzeptiert wird. Auf der einen Seite eine demokratisch geführte Landesregierung, die nach allen bekannten und legitimen Regeln der Planung und Durchführung eines Infrastrukturpojekts vorgeht und auf der anderen Seite eine Bevölkerung, die mehrheitlich diese Regierung gewählt hatte und nun selbst von der Legitimität eines Widerstandsrechts Gebrauch macht. So sind es beiderseits demokratische Überzeugungen, die aneinander geraten. Nicht viel anders in der hier stattfindenden Spaßdiskussion, die ja deshalb nur in Spaß überführt werden kann, weil keine der beiden Seiten von einer legitimen Staatsgewalt Gebrauch machen und nur deshalb nicht ernsthaft geführt werden kann, aber beide sich daraufhin beobachten, dies prinzipiell in nicht allzuferner Zukunft zu versuchen. Dies betrifft ja nicht nur die Piratenpartei. Da aber der Gebrauch der Staatsgewalt noch nicht in Aussicht steht, verbleibt nur, die unerträgliche Dummheit der Gegenpartei dadurch zu ertragen, dass man sie nicht mehr ernst nimmt. Und erst dann geht es wieder. Ob das generell ausreicht, um für einen „Marsch in die Institutionen gerüstet zu sein, mag man bezweifeln. Aber wie man weiß soll man den Tag nicht vor dem Abend loben. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass eine Eskalation der Dämlichkeit erst noch bevor steht, wird man keineswegs auf einen Pessimismus stoßen. Denn wenn der Unterschied von Spaß und Ernst seine Einheit in der Kritik findet, so zerfällt diese Einheit in der Trivialität desjenigen Mediums, durch welches sie sich verbreitet. Und wenn das geschieht, was bestimmt schon längst der Fall ist, dann entsteht etwas Neues.
@LeseFreund – leider gibt es keine empirischen Möglichkeiten, alle Wünsche, Einwände, Anforderungen und Vorbehalte zu berücksichtigen. Jeder Versuch dies zu tun erzwingt Schweigen. Zur Erläuterung und bei Interesse empfehle ich diesen kurzen Kommentarwechsel:
Bei Nichtinteresse kann ich es auch nicht ändern.
@LeseFreund Nachtrag: Die zukünftigen Vorgaben für anschlussfähige Kommunikation zeigen sich in diesem Tweet: Das meiste, was über eine Tweetlänge hinausgeht, halte ich für unzeitgemäße Filibuster. Daraus kann man folgen, dass auch alle Trollerei sich an eine 140 Zeichenmenge halten muss. Sollte es soweit kommen, können sich so hoffungslos unbelehrbare Spaßvögel wie ich nur die Hände reiben, weil man dann nicht mehr dazu gehört, nicht mehr zu den Klugen und nicht mehr zu den Dummen, weil beiden die gleichen enorm engen Grenzen gesetzt sind.
Sehr gescheit!
Ach je. Hat man diesen gewissen „geilen Drang aufs Große und Ganze“, kann man jedweder Diskussion vorwerfen, dass sie ja gar nicht die unterste Schicht der Fundamante zum Wackeln bringt, dass die Kritik nur Scheinkritik darstellt, dass die Negation längst affirmativ integriert ist, „systemimmanent“ etc ad infinitum. Ich glaube, das hieß mal „repressive Toleranz“.
Ich kann solcher Kritik-Kritik keinen nützlichen Gedanken abgewinnen.
Es kann schon sein, dass die fünf oder sechs philosophisch angetriebenen Gegner der Datenschutzvergötzung einen kommunikativen Fehler gemacht haben, als sie sich mit dem Spaßwort Spackeria „institutionaliserten“. Trotzdem bilden sich auf dieser scheinbar „spaßigen“ Seite der Diskusssion um die Zugriffsrechte auf Daten momentan Anti-Thesen heraus, die einige Perspektiven aufreißen, die mehr mit diesem Jahrhundert zu tun haben als die Position derjenigen, die alles am liebsten dicht machen und verriegeln wollen. Und sie haben vielleicht auch mehr mit diesem Jahrhundert zu tun als die uralten kritischen Topoi, die mir aus deinem Text entgegen zu klingen … scheinen.
@Brett „Ich kann solcher Kritik-Kritik keinen nützlichen Gedanken abgewinnen.“ Ich auch nicht; und zwar deshalb, weil man sich einer spaßmäßigen Zwangseingemeindung nicht mehr entziehen kann, sobald sich alle Kritik in jede Art von Trivialität auflöst, was spätestens mit dem Internet auf die Spitze getrieben wird. Diese „Spacko-Aluhüter“- Diskussion hat wenigstens den Vorteil, diese Struktur sichtbar zu machen. Es geht nämlich darum, dass sich alle ernsthafte Kritik ab jetzt gefallen lassen muss, auf ihre Spaßfähigkeit getestet zu werden; und nur, wenn dies gelingt, kann man sie wieder ernst nehmen, was ja nur heißt angesichts der Kontigenz dieser Welt: aushalten. Aber die Vermutung, das Pro- und Contra-Diskussionen noch eine Rationalität aus alter Zeit aushalten könnten, ist vermutlich genauso antiquiert, wie der Vorwurf, dass „mein“ Text etwas „Uraltes“ enthält, weil nämlich unter diesen Bedingungen nicht mehr ermittelt werden kann, was „mein“ Text eigentlich besagt. Jedenfalls kann ich deinem Kommentar nicht entnehmen, welchen Text du gelesen hast. Und wenn der Kommentar von einem Textgenerator stammen sollte, der hier herumtrollt, dann möchte ich mich dafür sehr herzlich bedanken, denn ich glaube, dass man nur noch damit wirklich weiter kommt. Sie dazu bei Interesse: Das Bullshit-Problem und seine Lösung.
Schöne Beobachtung. Ich würde Thorstenas Kommentar nochmal aufgreifen aber nicht als Kritik, sondern als Anmerkung. Der Vergleich zwischen Stuttgart21 und dem Datenschutzthema, wie er im geschilderten Diskurs behandelt wird, passt tatsächlich schlecht. Es liegt aber nicht an der Asymmetrie der Macht. Das Datenschutzthema erlaubt in seiner jetzigen Form, denke ich, keine allzu ernsten Festlegungen, weil man dem ganzen Phänomen als Beobachter ohne Teilhabe ausgeliefert ist. In Stuttgart geht’s ja um handfeste Interessen, beim Daten schützen ist man viel mehr einem technologischen/gesellschaftlichen Wandel einfach ausgesetzt.
Jede Formulierung einer politischen, gesellschaftlichen, moralischen Forderung wäre amüsant, weil sie unabhängig vom Thema entlarvt, dass man ein „hoffnungsloser Romantiker“, „Utopist“ oder ähnliches wäre. Die gesamte Aluhüte/Spackeria-Diskussion dreht sich, meiner Ansicht nach, um die Deutungshoheit über ein eigentlich noch unbegreifliches Phänomen.
Sein eigenes Beobachtungsfundament gegen Kritik zu immunisieren liegt also nahe und die Humorisierung ist eine recht gute Option, denn wenn man über sich selber lacht, können die anderen allenfalls noch mitlachen. Auf diese Weise kann man sich gut auf ein Thema einigen und den Beiträgen den benötigten, großen Freiraum ermöglichen.
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@Stefan „Sein eigenes Beobachtungsfundament gegen Kritik zu immunisieren liegt also nahe und die Humorisierung ist eine recht gute Option…“ ja, das wäre ein Gedanke, bei dem ich auch mitgehen könnte. Ich würde aber vermuten, dass die Überführung der Kritik in Humor nicht ein Versuch der Immunisierung ist. Die Immunisierung gegen die Kritik der anderen geschieht durch eigene Kritik. Ein so entstehender Konflikt immunisiert sich gegen das, was durch den Konflikt ausgeschlossen wird und was sich damit erst auf einer zweiten Beobachtungsebene erschließt, nämlich die Beobachtung von Lernfähigkeit, die der Kritik unter beständigem Verweis auf Normativität entzogen ist. Systeme, die auf der ersten Beobachtungebene operieren sind so zum Lernen verdammt, ohne diesen Lernprozesse reflektiv behandeln zu können. Wenn sich aber solche normativen Erwartungen in Erwartungen transformieren, die Normativität gar nicht mehr ernst nehmen, so müssen sie sich irgendwie anders orientieren. Und dieses „irgendwie“ ist vielleicht das, was du meinst, wenn du schreibst: „Die gesamte Aluhüte/Spackeria-Diskussion dreht sich, meiner Ansicht nach, um die Deutungshoheit über ein eigentlich noch unbegreifliches Phänomen.“ Genau. Sie diskutieren entlang von Differenzen, die ihnen noch „irgendwie“ bekannt sind, die ihnen aber schon „irgendwie“ entgleiten. Da nun die Beteiligten aber verteilt vor Bildschirmen sitzen und damit der Möglichkeit beraubt sind, sich gegenseitig durch Unterbrechungen ins Wort zu fallen, sich gegenseitig körperlich zu bedrängen oder zu belasten, sich Zugänge zu verbarrikadieren müssen sie, solange sie nicht die Kommunikation beobachten, sondern Gesinnungen, einen Ausweg aus dieser Immunisierung finden. Und der Ausweg wäre, so würde ich es versuchsweise formulieren, ein Probe auf die Durchhaltbarkeit von Trollerei zu wagen. Und erst, wenn auch diese Aussichtslosigkeit reflexiv behandelt werden kann, können sie das Phänomen anfangen zu begreifen.
Ich möchte noch zwei Sätze von Dir zitieren, um zu verdeutlichen, wo genau ich nicht mitgehe:
„Hierbei handelt es sich um einen friedlichen Konflikt, der zweiseitig legitim beanspruchte demokratische Rechte anerkennt und beide Seiten aussichtslos aufeinander zutreibt.“
„der Verweis auf S21 bezieht sich tatsächlich auf ein Machtverhältnis, welches aber, egal zu wessen Gunsten oder Ungunsten man es bewerten wollte, stets unter der Voraussetzung steht, dass beide Seiten ihre demokratische Legitimität dadurch bestreiten, dass diese Legitimität beidseitig unbestritten akzeptiert wird.“
Die Legitimität wird meines Erachtens eben nicht beidseitig unbestritten akzeptiert. Sondern: Jede Seite pocht auf ihre Legitimation und bestreitet die der anderen. Und deshalb glaube ich nicht, dass beide Seiten aussichtslos aufeinander zutreiben, sondern letztendlich gezwungen sein werden, sich aufeinander zuzubewegen (Differenz statt Konsens/Anschlussfähigkeit statt Stillstand).
(Es mag sein, dass Spackeria oder Aluhüte oder Piraten oder wer auch immer irgendwann den Marsch in die Institutionen antreten und dann der Faktor Macht auch dort ins Spiel kommt. Aber Stand heute kann davon – im Ggs. zu Stuttgart 21 – keine Rede sein. Und deshalb sind sie in meinen Augen nicht vergleichbar, weil bei Stuttgart 21 die machttechnische Differenz real besteht, bei der Spackeria jedoch (noch) nicht.)
Ich glaube also nicht, dass die Kommunikation über die Legitimation von Demokratie ihre Anschlussfähigkeit verloren hat und in einem tautologischen Zirkel gefangen ist, wie Du schreibst:
„Die Legitimität der demokratischen Freiheit wird (…) nur noch von der legitimen demokratischen Freiheit selbst bestritten“
Für mich gibt es derzeit keinen übergreifenden Konsens beim Thema Demokratie, der Kommunikation zum Stillstand brächte. Dafür ist mir das Thema viel zu sehr in Bewegung – siehe zum Beispiel die Diskussionen um Postdemokratie.
@Thorstena „Jede Seite pocht auf ihre Legitimation und bestreitet die der anderen.“ Ja, aber dies Bestreiten hat die Legitimität der anderen Seite zur Voraussetzung, nicht deren Illegitimität. In Ägypten oder Tunesien ist dies beispeilsweise nicht so. Die Machteliten einerseits behaupten dort ihre Legitimität, die sie wie auch immer begründen, und die Bürgerparteien andererseits behaupten eine andere, wie auch immer begründete Legitimität. Der Konflikt dort entsteht durch eine vollständig divergierende Legitimitätsbildung. Legitimität von Autokratie einerseits gegen die Legitimität von Demokratie andererseits. Hier sind die Verhältnisse gänzlich verschiedenen. Die Gegner des S21-Projektes behaupten ja nicht die politische und rechtliche Illegitimität der Planungen, sondern die unzureichende Berücksichtigung des sog. Wählerwillens. Das selbe gilt andersherum für die Regierung, die ja nicht das Demonstrationsrecht in dieser Sache ablehnt, aber trotzdem ihr Projekt durchsetzen will, weil es ja unbestritten legitim ist. Deshalb hatte ich formuliert: „der Verweis auf S21 bezieht sich auf ein Machtverhältnis, welches unter der Voraussetzung steht, dass beide Seiten ihre demokratische Legitimität dadurch bestreiten, dass diese Legitimität beidseitig unbestritten akzeptiert wird.“ Wir haben es gleichsam einer Selbstbestreitung der Legitimität beider Seiten zu tun. Denn wollte man eine entweder-oder-Festlegung beiden Seiten aufdrücken, so müsste jede Seite einsehen, dass es so nicht geht: Entweder S21 ist legitim, dann bringt der Protest nichts; oder: der Protest ist legitim, dann bringt die staatliche Durchsetzung nichts. Beide Seiten lassen aber die Legitimität der anderen Seite zu und setzen ihr Engagement trotzdem fort. Das führt entsprechend in die Aussichtslosigkeit, die ja obendrein darin besteht, dass – wie auch immer der Konflikt ausgeht – die Demokratie gar keinen Schaden nimmt. Rational gesehen ist dieser Konflikt völlig überflüssig. Aber was gilt denn noch Rationalität?
Ähnlich im Fall der Aluhüte/Spackos. Beide Seiten nehmen Differenzen demokratischer Freiheit in Anspruch und jede Seite wirft der anderen vor, in Fragen der Gesinnung nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge zu sein, ohne zu bemerken, dass dieser Streit in dieser Sache der aktuelle Stand der Dinge ist. Und was sollen die Kontrahenten schließlich machen, wenn die Bedingungen der Fortsetzbarkeit des Streits es geradezu verhindern, dass eine Partei die andere zum Schweigen bringen könnte? Man kann sie nicht rauswerfen, nicht knebeln. Niemand kann die Polizei rufen, (was ja auch niemand will) weil dieser Streit über Internet ausgetragen wird. Insofern wäre tatsächlich auf Stefans Überlegung zurück zu kommen:
„Jede Formulierung einer politischen, gesellschaftlichen, moralischen Forderung wäre amüsant, weil sie unabhängig vom Thema entlarvt, dass man ein „hoffnungsloser Romantiker“, „Utopist“ oder ähnliches wäre. Die gesamte Aluhüte/Spackeria-Diskussion dreht sich, meiner Ansicht nach, um die Deutungshoheit über ein eigentlich noch unbegreifliches Phänomen.“
Als Stilkritik kann ich dir ja folgen. Das Internet ist natürlich eine Einladung an jedermann, sich zu äußern, und unvermeidlich tut das jeder auf seinem Niveau, das im ganzen eher zu sinken scheint (z.B. bei der ZEIT, deren Redaktion und Leserschaft eigentlich bald mit der des Stern fusionieren kann). Folgerichtigkeit, Klarheit in den Aussagen und historische Umsichtigkeit sind nicht jedem gegeben. Wie oft hört man nur emotionales Nachbrabbeln, Pointendrescherei, Gefühlsäußerungen, geistiges Mitläufertum.
Ich glaube nur, du übertreibst, wenn du formulierst: „Es geht nämlich darum, dass sich alle ernsthafte Kritik ab jetzt gefallen lassen muss, auf ihre Spaßfähigkeit getestet zu werden.“ Du tust damit sowohl den Kombattanten im konkreten Fall Unrecht, als auch dem Internet im Allgemeinen und auch das „ab jetzt“ tut der „Sandkastendiskussion“ zu viel der Ehre. Bei den Verteidigern von strengeren Datenschutzrichtlinien habe ich noch nirgends großen Unterhaltungswert entdeckt, bei deren Gegnern gibt es eine sicherlich große Neigung zu experimentellen Thesen und verblüffenden Perspektivwechseln. Ich finde das aber nicht so schlecht. Wenn ich an einer Weggabelung stehe, und rechts laufen alle längs und links fast keiner, habe ich persönlich eher die Neigung mal zu gucken, wo man links hinkommt. Ich finde das nicht anti-rational. Neugier ist der Urgrund der Aufklärung. In ihr kommt ein verdientes Misstrauen gegenüber voreiligen Konsensverabredungen zum Ausdruck (die oft kollossal logisch erscheinen). Ich finder, es gibt oft keinen größeren Bullshit als dogmatische Haltungen, so plausibel die Dogmen den meisten Leuten auch gerade erscheinen mögen.
„Ich würde aber vermuten, dass die Überführung der Kritik in Humor nicht ein Versuch der Immunisierung ist.“
Deleuze unterscheidet in diesem Kontext ziemlich treffend zwischen Ironie, die seit Sokrates, die herrschende Glaubensauffassungen durch Rekurs auf ein höheres, absolutes Richtmaß zu überschreiten und somit relativieren trachtet (ein archimedischer Standpunkt, ein Olymp der lachenden Götter ist vorausgesetzt und Humor, vor allem dem des Zen.
„Der Humor ist eine Kunst der reinen Ereignisse. Die Künste des Zen, Bogenschießen, Gartenanlegen sind Übungen, um das Ereignis auf reiner Oberfläche zur Erscheinung zu bringen, jählings aufleuchten zu lassen.“
Schlechterdings zu bestreiten, daß „man“ sich auch durch fernöstliche Praktiken letztlich gegen Verletzungen zu immunisieren trachtet hielte ich jedoch für bedenklich. Abstreiten und verleugnen sind ihrerseits wieder als Immunisierungsstrategien beobachtbar…
@Alwin Kritik versucht, die eigenen normativen Erwartungen gegen die normativen Erwartungen anderer durchzusetzen. Man nennt das landläufig „Rechthaberei“. Worauf ich hinaus wollte ist, dass, wenn Kommunikationssysteme gelernt haben, Kritik auszutragen und zu ertragen, sie diesen Lernprozess nicht reflektierend beobachten können, sondern sich immer wieder derselben Routine des Rechthabens und Rechtdurchsetzens unterwerfen müssen. Diese Kommunikationssysteme zwingen sich damit gegenseitig einen Lernprozess auf, den sie zwar durchlaufen, aber nicht verarbeiten können. In dem hier vorliegenden Fall scheint nun das Problem aufzukommen, dass die Kommunikationssysteme zwar gelernt haben, dass die lernen müssen – die Gesamtsituation der Datenschutzangelegenheit legt das nahe – aber sie können noch nicht auf normative Erwartungen verzichten. Aber irgendein Verzicht muss geleistet werden, um Lernprozesse reflexiv beobachtbar zu machen. Dieser Verzicht scheint mir in diesem Fall im Verzicht auf Ernsthafigkeit zu liegen. Man bleibt Ernst, aber kann es sich praktisch schon nicht mehr leisten, die anderen noch ernst zu nehmen. Was ja auch daran liegt, dass der aufgezwungene Lernprozess es erbracht hat, dass man der Dummheit des anderen (worin in zirkulären Beobachtungsverhältnissen ja die eigene Vernunft besteht) nicht mehr aus dem Wege gehen kann. Interessanterweise ist gerade dies ein Effekt der Internetkommunikation. In dem Maße, wie die Vereinzelung von Körpern eine notwendige Voraussetzung dafür ist, sich hinter Monitoren oder Displays zu verschanzen, wird der Zusammenschluss und die Verschränkung von kommunikativen Ereignissen immer weniger abbruchfähig. Es gibt keinen exklusionsfähigen Raum mehr. Aber in dem selben Maße wird deutlich, wie wenig man sich selbst aus dem Wege gehen kann. Die Aufdringlichkeit der Kommunikation nimmt damit zu und damit kommt es zur Verschärfung einer konfliktuellen Situation und zwar gerade deshalb, weil kein Schiedsrichter mehr eingreifen kann. Was macht man denn dann? Eben das wäre zu lernen. Aber wie soll das gehen, wenn die Lernbereitschaft doppelt kontingent verteilt ist?
„Aber irgendein Verzicht muss geleistet werden, um Lernprozesse reflexiv beobachtbar zu machen. Dieser Verzicht scheint mir in diesem Fall im Verzicht auf Ernsthafigkeit zu liegen. Man bleibt Ernst, aber kann es sich praktisch schon nicht mehr leisten, die anderen noch ernst zu nehmen.“
Dass der dubiose Andere, den man nicht ernst zu nehmen sich vorgenommen hat einen gespensterhaft verfolgt und einem kommunikativ ernstlich nachstellt, ohne räumlich festgestellt und arretiert werden zu können: DAS ist doch nun aber das älteste aller Geister- und Spukphänomene, oder wie man heute sagt, aller Tele-Technik…
„Was macht man dann?“ fragt man sich von König Ödipus bis Freud.
„Kritik versucht, die eigenen normativen Erwartungen gegen die normativen Erwartungen anderer durchzusetzen.“
Das setzt du in den Raum, aber wenn man kurz drüber nachdenkt, stellt man fest, das unterschiedliche normative Vorstellungen mitnichten die Voraussetzungen für „Kritik“ sind, es sei denn man definiert es sich eben so – nur was vom Standpunkt einer anderen Norm aus betrachtet wird, darf „Kritik“ heißen, was aber offenkundig dann nur noch tautologisch wäre.
Selbstverständlich ist es möglich, an einem Standpunkt „Kritik“ auf dem Boden gemeinsam akzeptierter Normen zu üben. Der typische Fall solcher akzeptierter Normen sind die Menschenrechte. Bei Stuttgart 21 war die gemeinsame Norm weniger die „Demokratie“ als dass – typisch schwäbisch – die geplante Maßnahme letztlich wirtschaftlich sinnvoll sein sollte. Ebenso brauche ich überhaupt keine eigenen Normen, wenn ich die Ursachen des Hungers in Afrika kritisiere. – Mit den Normen ist das ja bekanntlich ohnehin schwierig, weil sie leicht postuliert sind, sie aber anschließend eingerissen werden von den konkreten Interessenslagen. Eine Norm ist ja das, woran sich niemand wirklich hält, wenn es ihm selbst schadet. Auch da sind die angeführten Beispiele Stuttgart 21 und Datenschutzdebatte typisch, denn wo es in diesen Debatten um Normen geht, da ist das nur eine Verschleierung der Tatsache, dass es vor allem um Macht- und Geldfragen geht. Z.B. möchte der Staat am liebsten einen Kompromiss haben, der a) die Bürger vor Datenmissbrauch schützt, b) die Internetwirtschaft nicht behindert und c) die Aufklärungsbedürfnisse des Staates nicht behindert. Wie gesagt: Das sind Interessenlagen, keine „Normen“. Wo über Normen geredet wird, ist das meistens eine Fiktion, die die Interessenslagen verdecken soll. Daher die „Rechthaberei“. Auf Normen kann man sich ja immer leicht verabreden. Da werden immer wieder global die wunderschönsten Prinzipien veranschiedet und alle unterschreiben. „Rechthaben“ wollen sie aber dann, wenn ihre Interessen berührt sind. Schönstes Beispiel vllt. die USA und ihre Haltung gegenüber internationalen Gerichtshof … Oder Guantanamo: „Wir sind für die Menschenrechte. Wenn es aber unser Interesse verlangen, weichen wir davon ab.“
@Brett – Den Punkt, dass es sich bei alldem um durch Interessen verursachte Konflikte handelt, würde ich etwas konkreter – was ja heißt: theoretisch nicht so einfach erfassbar – behandelt wissen wollen. Die landläufig Annahme, dass es sich um Interessen handelt bemüht sich nicht um die Frage, woher die Interessen und ihre angebliche Wirkmächtigkeiten kommen. Es sei denn man begnügt sich rechtfertigungstheoretisch mit der einfachen Behauptung, dass Menschen ihre Interesse nur haben, gleich so als sei damit ein voraussetzungsloser Anfangspunkt gefunden, von dem aus man alles weitere nach eigenen Interesse rechtfertigen könne.
Woher die Interessen kommen ist doch keine Frage. Da halte ich es immer noch mit Marx: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Wobei ein Interessensstandpunkt natürlich nie etwas rechtfertigen kann, sondern sich rechtfertigen muss. Das ist ein Unterschied zur Norm: Die Norm ist per se gültig (sonst ist sie keine Norm), ein Interesse muss sich anderen plausibel vermitteln – wozu man rhetorisch gerne auf die „uns allen gemeinsamen“ Normen rekurriert.
Dann plustert sich z.B. das Interesse des Kapitalverwerters auf und sagt: „Mein Vorhaben bringt die ganze Stadt voran. Es ist der richtige Schritt in die prosperierende Zukunft. Es ist gut für uns alle.“ Und die kleinbürgerlichen Bahnhofsnutzer mit ihrer latenten Scheu vor Veränderung bzw. ihrer Angst durch Veränderung sozial entwurzelt zu werden und abzusteigen beziehen entsprechende Gegenstandpunkte. Bei all diesen Positionskämpfen gibt es dann im Hintergrund noch immer zusätzlich individuelle Einzelinteressen, wie z.B. der Baunternehmer, der gerne etwas Großes zum Bauen haben möchte.
Im übrigen ist es ein Grundinteresse der Macht sich zu erhalten, also zu existieren. Macht stellt die eigene Existenz über die Exitenz alles anderen (siehe Gaddafi). Das hat Macht mit Liebe gemeinsam, die ebefalls im Kern vor allem wünscht, dass das geliebte Wesen existiert und diesen Wunsch über alle anderen Wünsche stellt.
Das Existenzinteresse ist sozusagen die Urmutter aller anderen Interessen. Davon gibt es dann unzählige Übertragungen. Z.B. möchte die Spackeria, dass das hoch verehrte und unendliche geliebte Internet in seiner reinsten Idee existieren kann und nicht durch Datenschutzregelwerke so weit den Hals zugedrückt kriegt, dass es eigentlich wieder mit diesem unendlichen Freiheitsraum vorbei ist.
@Brett – ich würde ja niemals bestreiten, dass es Interessen gibt, aber die Frage ist wie sie entstehen können, wie sie beobachtet, ermittelt, vermittelt, verstanden werden. Der Marxsche Theorieansatz ist zweiffellos hoch interessant (sic!), aber er stammt aus der Anfangszeit der Industriegellschaft und reflektiert den Stand der bis dahin möglichen Entwicklung. Die Entdeckung, dass Interessen der Motor sein könnten verdankt sich dabei der dieser Entdeckung zugrundliegende Problematik einer Feudalgesellschaft, in der etwa Macht als der Vollzug der göttichen Wahrheit verstanden wurde. Bei Marx sind es entsprechend nicht mehr Wahrheiten, sondern Interessen. Aber dieses Interessen haben selbst keine Wahrheit, was letztlich auch für die gesamte Marxsche Theorie gilt. Sie ist mit der Gesellschaft gealtert und liefert keine theoretisch höher auflösenbare Referenzebene für gesellschaftliche Evolution mehr. Marx musste im Rahmen einer Ontologie verbleiben. Aber interssant an Marx sind vielmehr die Latenzen, und weniger seine tausendmal zitierten Wahrheiten, die keine sind. Und darüber hinaus hat sich das Paradigma der theoretischen Reflexion geändert. Natürlich kann man das ignorieren, aber man muss nicht. Einen weiter entwickelten Zugang für das Verstehen der Gesellschaft findet man, wenn man statt Interessen die Beobachtung durch Kommunikation als Referenzebene wählt. Nur man müsste dann auf viele bequeme und trivial gewordene Wahrheiten verzichten. Mindestens gilt aber, dass Gesellschaft Entwicklung ist; und das heißt auch, dass sich nicht nur die Selbstbeschreibungen der Gesellschaft ändern, sondern auch die Reflexionstheorien dieser sich so beschreibenden Gesellschaft.
Alu Hütler und die Ideologien des Autobahnismus gehören eben in dieses Land.
Du bist natürlich in der alten Verweigerungsschleife, nach der politische Kritik systemerhaltend ist, und deshalb gar nicht gut. Das ist natürlich eine super Rechtfertigung zur hinterfotzigen Unterstützung der Reaktion, damit unser Regime so richtig auf die Fresse knallt.
Ja, da würde ich mal sagen, weil wir gar nicht mehr wissen wie es sich so im deutsch-römischen Kaiserreich lebt, flupps, zurück zu unserem Kaiser Franz. Dann sparen wir uns auch das Gerede darüber mit wie viel Strophen wir unsere Nationalhymne singen.
Und wisst ihr was, das bringt dann unser System so richtig fies zum Kollabieren. Die Frage ist nur, was danach kommt, aber für diese Keimform-Frage hat man ja viel Muße. Immer schön beachten, die guten Ideen erst am Tag x aus der Schublade holen, weil man sonst die Lebensfähigkeit ja nur verlängert. Die Strategie des Nüschttun ggf. durch episches Schreiben ergänzen.
Ausserdem hat die islamische Welt gezeigt wie mans macht, wie man seine Revolution kriegt, einfach die Lebensmittel- und Brotpreise in die Höhe treiben, dann kommen die Aufstände von alleine. Biodiesel macht Revolution! Nicht Tank oder Teller, sondern Panzer für Demokratie und Fortschritt von allen Seiten.