Es gibt nichts zu lachen #fukushima #wasserwerfer

Allen steckt der Schrecken in den Gliedern. Das Für und Wider um die Nutzung der Atomenergie kennt keine Rechthaber, denn wenn man die Argumente der Atomkraftgegner genauer betrachtet wird man feststellen, dass sich darin ein Beobachtungsdefizit feststellen lässt, das man auch bei den Befürworten findet: es wird von beiden der Glaube an menschliche Machbarkeit geteilt: die einen glauben mutig an die Beherrschung des Risikos, die anderen unbeirrbar an die Beherrschung ihrer Angst. Aber diese Diskussionen werden gegenwärtig durch die Überhitzung in den Fukushima-Reaktoren praktisch für historische Studien wiederaufbereitet, damit sie in den Archiven endgelagert werden können. Und wer meinen möchte, dass dies nicht der rechte Augenblick für metaphernverliebte Sprachspiele sei, sollte sich dieses Foto anschauen: „Japanischer Wasserwerfer: Fahrzeuge wie dieses kamen in Fukushima zum Einsatz„. Die Systeme zeigen ihre Eigenverliebtheit im Umgang Symbolisierungen. Der Wasserwerfer ist das Symbol der Bezwingung eines gescheiterten zivilen Ungehorsams, der sich im Protest gegen die Atomkraft ausdrückte und wird hier zum Symbol für die Bezwingung der Atomkraft, einem Symbol, das auf diese Weise noch einmal durch den Code des Scheiterns in Erinnerung gerufen wird.
Wenn es nach mir ginge, dürfte die Zeit der besinnungslosen Spinnerei längst angebrochen sein. Aber noch muss man vernünftig bleiben damit nichts schief geht; eine Gewissheit, die von Befürwortern und Gegner in jeder Hinsicht geteilt wird.
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