Neue Regeln für die Prostitution?

von Kusanowsky

Der Nackt- oder Körperscanner ist schon seit längerer Zeit im Gespräch. Und folgerichtig passiert, was passieren musste: nicht nur vertrauliche Informationen des diplomatischen Geschäfts werden „geleakt“, sondern auch – wer wollte das für abwegig haltentausende von Nacktscanneraufnahmen. Geheimnis, Vertraulichkeit, Privatheit, Intimität – die Digitalsierung lässt keine Grenzen zu, alles kommt auf die Tagesordnung. Alles muss noch einmal durchgearbeitet werden. In diesem Zusammenhang wird dann auch ein anderes Phänomen interessant, das schließlich auch die Grenzen der Prostitution zur Diskussion stellt: Schon vor ein paar Jahren machten Nachrichten die Runde, dass sich Studentinnen und Hausfrauen für Nacktfotos zur Verfügung stellten, um durch den Verkaufserlös dieser Bilder irgendwelche Finanzierungszwecke zu unterstützen. Neuerdings nun auch Stewardessen, die mit freizügigen Bikini-Aufnahmen ihrer Fluggesellschaft unter die Arme greifen wollen. Man merkt, wie sich hier neue Regeln einspielen und man ahnt, dass dort, wo Erfolge möglich werden, diese, sobald sie nachgeahmt werden, durch Steigerung und Überbietung im sozial-darwinischen „Kampf um Aufmerksamkeit“ ihre Grenzen belasten und durch Belastung die Haltbarkeit dieser Grenzen überprüfen.

Siehe dazu auch:
Terrorangst und die Erotik der Gefahr
Nacktscanner – Die Intimität der Inneren Sicherheit
Die Burka und das Verbot der Frauenversteher

Advertisements