Recht und Robotik

von Kusanowsky

Bei Simulationsraum.de ist ein höchst interessanter Beitrag der Main-Post über juristische Komplikationen bei Mensch-Maschine-Interfaces zu lesen. In dem Blog heißt es: „Ein interessanter Text über neue juristische Überlegungen zu Rechtsfragen in der Robotik – insbesondere natürlich die Frage nach der ‚Schuldfähigkeit der Maschine‘ und juristischen Konsequenzen bei Fehlfunktionen und Unfällen.“

Ein toller Beitrag! Gerade wenn man sich für Kulturgeschichte interessiert, ist die Frage, ob Maschinen zurechungsfähig sind, keineswegs so abwegig wie man zunächst denken möchte, hat es doch auch in mittelalterlichen Gesellschaften immer wieder Gerichtsprozesse gegen Tiere, Tote oder Sachgegenstände gegeben. Im Evolutionsprozess der modernen Gesellschaft hat man diese Phänomene mit Geringschätzung beiseite gedrängt; man hat so etwas als abergläubigen Blödsinn disqualifiziert und sich daran gewöhnt, dass es angeblich Menschen sind, die darüber entscheiden, was in Handlungszusammenhängen als nächstes geschieht. Dieser Beitrag illustriert Kontingenz, also Abweichung von dem, was man erwarten kann, aber Zustimmug zu dem, was man unverbrüchlich weiß.
Ein sehr wichtiger und höchst interessanter Beitrag, der deshalb von Bedeutung ist, weil man sich vorstellen könnte, dass es sich um ein Fake handelt. Das mag ein Irrtum sein, aber was wäre, wenn nicht?

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