Erfahrung und die Formen der Erfahrung
von Kusanowsky
Kant unterscheidet zwischen Erfahrung und den Formen der Erfahrung, die ihrerseits nicht empirisch zugänglich sind, sondern in der Reflexion auf ihre Vorbedingungen erschlossen werden. Die Erfahrung als solche ist der Erfahrung nicht zugänglich. Dem entgegen ist Luhmann zufolge Beobachtung immer eine empirisch beobachtbare Operation.
Entsprechend unterscheidet Luhmann nicht zwischen einer empirischen und einer transzendentalen Ebene. Beobachtung im Sinn von „Unterscheiden und Bezeichnen“ umfasst nicht nur Kants Erfahrung, sondern auch die Überlegungen über ihre Vorbedingungen. Diese Begriffsfassung führt aber dazu, dass die Transzendentaltheorie nicht mehr als alternativer theoretischer Ansatz, sondern eher als Missverständnis erscheint: Kant meinte zwar, er betrachte nicht-empirische Vorbedingungen der Erfahrung, aber diese Betrachtung war selbst eine Beobachtung, und das heißt Empirie.
Der Betrachter des Bildes ist dementsprechend selbst Bildinhalt.
Das, was die Information in Erfahrung bringt ist selbst prinzipiell als Element der abgebildeten Information zu beschreiben.
Und diese Feststellung ist auch nur deshalb möglich, weil das Subjekt prinzipiell in der Lage ist (zumindest modellhaft) einen transzendenten Beobachterstandpunkt seiner selbst einzunehmen.
Wenn sich der gesamte Prozess und Inhalt unserer Erfahrung als Bildinhalt begreifen lässt, worauf bildet sich dann alles empirisch erfahrbare ab?
Wenn unsere gesamte erfahrbare Wirklichkeit sich prinzipiell als (rekursiv) beobachtbare Information erweist, worin wird diese Information dann eigentlich repräsentiert?
Reden /oder/ Schweigen?
Von der Beobachtung des „Zweitlosen“:
(gefunden hier: http://www.freitag.de/autoren/wolfgang-ratzel/zur-philosophie-des-zen-buddhismus )
http://www.uboeschenstein.ch/texte/fuchsschweigen46.html