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Das Ende der transzendentalen Subjektivität 5 #shitstorm #hassspass

29. Dezember 2011

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Ein Shitstorm ist daraum etwas ganz anderes als das, was von Massenmedien für Massenmedien kommuniziert wird. Massenmedien brauchen für Skandalinszenierungen Obszonitäten, die nur als menschliches Unvermögen das Scheitern an zivilisatorischen Ansprüchen und Versprechungen erklären; nur das Scheitern von Menschen, beobachtet und vermittelt durch Massenmedien, kann als Legitimation eines Menschenstolzes aufgefasst werden, weshalb es übrigens Massenmedien auch keinerlei Schwierigkeiten bereitet, Menschen durch den Dreck zu ziehen (Beipiel: Jörg Kachelmann), zumal, wenn diese Menschen auch noch selbst als Medienschaffende an der Erzeugung solcher Obszonitäten prominent beteiligt sind. Etwas ähnliches gilt auch, sofern Rechtssubjekte adressabel sind, z.B. Unternehmen oder Parteien, aber auch in solchen Fällen taucht Empörung als moralische Empörung über das Versagen von Menschen auf. Doch sind solche Empörungsroutinen nur deshalb durchführbar, weil sie für den Quantifizierungscode der Massenmedien ideal geeignet sind, um das System dauerhaft stabil zu halten: Nur Auflage, Einschaltquote, Reichweite und Werbeeinnahmen garantieren das. Es müssen darum immer wieder Skandale erzeugt werden, um auf diese Weise die Legitimation des massenmedialen Systems wachzuhalten. Die Missstände, auf welche massenmediale Empörung aufmerksam macht, können niemals beseitigt werden, solange eines ganze Industrie davon lebt. Man könnte auch sagen, die Missstände in der Gesellschaft sind für Massenmedien nicht das Problem, sondern die Lösung.

Darum erscheint es sehr fragwürdig zu sein, wenn man einen Shitstorm, wie er sich im Internet ausbreitet, als Empörungsroutine auffassen möchte. Natürlich mag auch die Katharsis, die ein Shitstorm nach sich ziehen könnte, als Reinigungsritual der Affirmation dienen, indem durch Empörungsbekundungen solche Missstände mit Erlaubnis versehen werden, die sich ohnehin schon bemerkbar gemacht haben. Auch Shitstorms schaffen die Missstände nicht aus der Welt, sondern legitimieren sie paradox: die Legitimation geschieht durch Leugnung dessen, was ohnehin niemand aufhalten kann. So zeigt sich, dass die Empörungsroutine eines Shitstorms eigentlich nur sich selbst legitimiert, und – anders als bei konventionellen Massenmedien – auch gar nichts anderes leisten kann und will. Massenmedien reprodzieren sich selbst stets über Fremdreferenz. Die Eigenkonstruktionen des Systems werden ausschließlich fremdreferenziert, was sich bei Journalisten in der durchaus dümmlich zu nennenden Maxime ausdrückt, nur über das zu berichten, was sich wirklich ereignet hat, worüber man aber nur etwas wissen kann, wenn man der Berichterstattung folgt. Ein massenmedialer Journalismus lässt sich nicht über die Eigenkonstruktivität seiner Wirklichkeit informieren, auch dann nicht, wenn der größte Teil aller Berichterstattung nichts anderes ist, als Berichterstattung über Berichterstattung. Das Selbstbeschreibungsprogramm der Massenmedien bleibt ganz rigide der Dokumentform verhaftet: auch die Thematisierung von Selbstreferenzialität wird ausschließlich fremdreferenziell vorgenommen. Die Beobachtung ihrer selbstreferenziellen Operationsweise wird von ihnen selbst vollständig blockiert, und muss notwendig vollständig blockiert werden, weil andernfalls ihre Glaubwürdigkeit, Vertrauenwürdigkeit und Verlässlichkeit zerbräche.

Für die Internetkommunikation lässt sich dieses “Selbstreferenzverbot” nicht mehr durchhalten. Eher ist es umgekehrt: die Internetkommunikation kann und braucht die Beobachtung ihrer selbstrefernziellen Operativität gar nicht zu verschleiern, erst die Beobachtung ihrer Selbstreferenzialität macht sie eigentlich attraktiv. Für Shitstorms dürfte dann gelten, dass sie nicht das sind, wofür man sie halten möchte.

Fortsetzung

14 Kommentare Eins hinterlassen →
  1. Asso-Soziologe Permalink
    30. Dezember 2011 13:18

    Zwei grundsätzliche, gleichsam generische Fragen:

    “Ein Shitstorm ist daraum etwas ganz anderes als das, was von Massenmedien für Massenmedien kommuniziert wird.”

    Ist nicht ALLES (x, y, aber eventuell sogar auch z) etwas ganz (oder wenigstens: relativ) anderes als das, was von den Massenmedien für Massenmedien produziert wird?
    Wenn nein: welche Beispiel fiele einem ein?

    “Für Shitstorms dürfte dann gelten, dass sie nicht das sind, wofür man sie halten möchte.”

    Gilt nicht für ALLES (für x,y und eventuell sogar auch z), dass es nicht das ist, wofür man es halten möchte? Wenn nein: welches Beispiel fiele einem ein?

    Was macht also die Spezifik von Shitstorms aus, wenn für sie gilt, was für alles andere (x,y und eventuell sogar auch z) ebenso gilt?

    Sie werden nun einwenden, dass diese meine Einwände so überflüssig sind, dass man sie sich hätte getrost ersparen können. Den Vorwurf akzeptiere und retourniere ich.

    • 30. Dezember 2011 13:55

      Während mit Foucault im Anschluss an den Strukturalismus deutlich wurde, dass alle Komplexität der Wirklichkeit auf binäre Oppositionen in Diskursen reduzierbar ist, so lässt sich diese Komplexität der Wirklichkeit weit besser in Systemform beschreiben. Organisiert werden soziale Systeme durch das Kriterium des Sinns. Diese Organisation ist jedoch keine statische; die Elemente des einen Systems lassen sich ebenso mit anderen Elementen zu einem neuen oder auch zeitgleichen System verknüpfen. Die Wahl des ‘fokalen’ Systems ist allein vom Standpunkt des Beobachter abhängig; in diesem Sinne könnte man sehr wohl sagen, dass die Systemtheorie genauso konstruktivistisch wie postmodern ist, aber damit wäre nur eine Etikettierung vorgenommen, die wenig besagt. Entscheidend ist wohl, dass die moderne Gesellschaft durch eine fortschreitende funktionale Differenzierung von Teilsystemen innerhalb des Gesamtsystems Gesellschaft geprägt ist. Das verweist auf eine Anomieproblematik, die sich systemtheoretisch reformulieren lässt als Ausbildung eigener Sinnbegriffe in verschiedenen Teilsystemen. Durch die Emergenz, die Teil-Systeme im Laufe ihrer Evolution gewinnen, werden diese zunehmend selbständiger. Damit das Gesamtsystem Gesellschaft seine, wenn auch begrenzte Steuerungsfähigkeit behält, ist es notwendig, dass die einzelnen Teilsysteme ihre Beziehungen zu anderen Umweltteilsystemen und zum Gesamtsystem reflektieren und so ihre Kontingenz einschränken. An die Seite der prosperierenden Autoreferentialität, die allein zu Anomie, atomisierender Ausdifferenzierung etc. führen würde, treten folglich gegenläufige Tendenzen wie Entdifferenzierung, Generalisierung etc. Ein Modernisierungsprozess, und um einen solchen handelt sich sich wohl, wenn man von der Verbreitung der Internetkommunikation redet, lässt sich entsprechend definieren als fortwährender Konflikt zwischen systemischer Autoreferenzialität einerseits und Heteroreferenzialität andererseits in funktional differenzierten Gesellschaften. Und man kann annehmen, dass dieses Verhältnis ab einem bestimmten Zeitpunkt die Kapazitäten funktionaler Differenzierung übersteigt.

  2. Assi-Assoziologe Permalink
    30. Dezember 2011 16:36

    Guter Versuch! Aber nächstes mal BESSER täuschen! :-)

  3. Assi-Soziolügner Permalink
    30. Dezember 2011 18:27

    Alle Tüchtigkeit des entlarvten Betrügers sollte nun in Bemühungen investiert werden,
    die Methodik des Lug und Trug zu verfeinern.
    Bisher nämlich sind bloß jene, die sich leicht manipulieren lassen, die nach einer geistigen Leitfigur lechzen, die ihnen Sinn stiftet, der höher ist, als dass sie ihn verstehen könnten, Ihre Anhänger, lieber Kusanowsky. Solche, die dem kantschen Imperativ des sapere aude nicht mehr oder noch nicht genügen.
    Ihr Fernziel sollte jedoch sein, auch die für sich zu gewinne, die autonom, charakterstark und schwer hinters Licht zu führen sind mit billigen Taschenspielertricks.
    Wird das gelingen?

    • 30. Dezember 2011 19:53

      Mein Lieber Freund und Kupferstecher: wenn du nächste Mal etwas entdeckst, das gar nicht verborgen ist, bekommst du zusätzlich ein Gummibärchen, das ist irgendwo auf dem Mars vergraben ist; und das kannst du dir dort abholen. Aber nur wenn du wirklich tüchtig bist und alles richtig machst.
      Bis dahin empfehle ich hier weiter zu machen:
      Das Internet erzeugt die Beobachtung von Internettrollerei, ein Ausdruck, den ich nur aus Verlegenheit benutze, weil mir kein anderer einfällt. Ein anderer Ausdruck könnte sein: diabolische Falle. Und vielleicht gibt es dafür ein noch besseres Wort dafür ein. Egal.
      Beim Nachdenken darüber wie diese Falle zustande kommt und was man tun könnte, um ihr zu entgehen, wenn eben dies, also die Vermeidung dieser diabolischen Falle und ihr Zustandekommen, wie alles andere auch, sehr unwahrscheinlich ist, komme ich darauf, dass es nicht anders geht, als sich an der Internetkommunikation zu beteiligen. Das Argument, die beste Vermeidungsstrategie wäre die Enthaltung, ist nicht überzeugend, weil wir immer schon in Kommunikation verwickelt sind. Probleme, die durch Kommunikation entstehen, kann kein Mensch vermeiden. Man könnte das Leben vermeiden, ein Argument, das erst Recht nicht überzeugt, weil wir ja auch immer schon in Leiblichkeit verwickelt sind. Man kann beides nicht einfach lassen, nicht, wenn der Leib wie die Hölle schmerzt und auch nicht, wenn der Sinn der Kommunikation an grenzenloser Idiotie grenzt. Es geht immer weiter, solange es nur geht.
      Ausführlicher hier: http://differentia.wordpress.com/2011/11/28/die-diabolische-falle-und-der-transzendentale-vermeidungsirrtum-1/

  4. Assi-Soziolügner Permalink
    30. Dezember 2011 20:35

    “ein Ausdruck, den ich nur aus Verlegenheit benutze, weil mir kein anderer einfällt.”

    Die Tatsache, dass du selbst diesen Satz, der besagt, dass dir nichts besseres einfällt, bei dir selbst kopieren musst (und ihn vorher vermutlich woanders kopiert hast), zeugt doch von dem betrauernswerten Umstand, dass dir nicht nur nichts Besseres, sondern nichts Gutes oder sogar: nicht das Geringste einfällt. Außer: dich selbst und andere zu WIEDERHOLEN.

    Der Umstand, dass man das unablässige Wiederholen nicht vermeiden kann, weil man immer schon in Kommunikation verwickelt ist, kann nicht überzeugen. Denn anderen gelingt es ja auch. Wiederhole die Unterbrechung, den Halt, die Pause. Die Lücke zwischen den Wörtern, das Satzende. Springe heraus aus dem mythischen Verstickungszusammenhang und kappe das Band, das dich an die ewige Wiederkehr des immer gleichen (Un)Sinns bindet. Bitte!

    • 30. Dezember 2011 23:04

      Ein wichtiges Charakteristikum der Dokumentform besteht darin, dass sie einem daran geübten Beobachter immer wieder nach Kontinuität und Serie suchen lässt, die beim Wiederauffinden eine Einheit unterstellbar macht, die als ein “Nicht-Gesagtes-aber-Gemeintes” hinter den Beobachtungen als vermutet steht und auf die angebliche Entdeckung durch den Beobachter wartet, der dieser Unterstellung durch seine eigene Beobachtung unterliegt. Seine Selbstermächtigung wurzelt im Verdacht auf etwas Verborgenes, das er als sinnhafte Komplexität um die Welt schlingen kann, um dieses Kontinuum als Einheit hervorzubringen, wo ohne dies nur Differenz zu finden wäre. Die Beobachtungen selbst aber geben ein solches Kontinuum gar nicht her. Sie unterliegen vielmehr der Diskontinuität, wobei sich diskontinuierliche Operationen zwar überschneiden und berühren können, sich aber ebenso gut ignorieren oder ausschließen können. Es ist dann jeweils die imaginative Kraft des Beobachters selbst, die sie auf Kontinuität verdichtet oder verschiebt, um für sich ein Ganzes zu retten wo gar keines ist. Man könnte dies als einen Rationalitätsabbruch bezeichnen, der keinen übergreifenden Sinn mehr zulässt. Darin schimmert aber offensichtlich eine Abwehr gegen das Kontingente auf, das problematisch zu werden beginnt. Dabei ist die Warnung vor einer rationalen Beliebigkeit jedoch eine Beobachterfiktion, die sich nur dann verifiziert, wenn diskontinuierliche Analysen trivial werden.
      Eine pragmatische Beobachtungstheorie wird sich aber in Sachen Übererwartungen zurück nehmen. Gleichwohl wird diese Hemmung schwierig bleiben, wenn konkrete Ereignisse beobachtet und durch die Beobachtung selbst interpretiert werden. Der Beobachter verdichtet immer wieder Einzelheiten zu einem Muster, um klarer die Wiederholungen zu sehen, die die Zirkularität seines Beobachtens mit dem Beobachteten selbst ausmachen. Insoweit ist ein Sinn von Diskontinuität nur dort zugegen, wo die Kontinuität erscheint und in ihrem Erscheinen hinterfragt werden kann. Diese Kontinuität ist der affirmative Schein eines eingerichteten Alltags von Interpretationsformen, die erst manifest kondensiern müssen, um dekonstruiert werden zu können. Der noch so mächtige Beobachter kann sich in solcher Dekonstruktion als ohnmächtig erblicken lernen, was, wie man bemerken kann, hier zweifelsfrei geschieht. Er fleht geradezu darum, dass auch noch die Befreiung aus seiner selbst gemachten Enge fremdreferenziell geleistet werden sollte. Er kann eigentlich schon gar nicht mehr weiter machen, aber er macht weiter, solange er sich mächtig genug fühlt, gegen Ereignisse etwas zu unternehmen, die er durch seine Beobachtung schon erzeugt und zugelassen hat. Und so geht das weiter. Und deshalb: I will feed you!

  5. Michaela Permalink
    2. Januar 2012 01:10

    @Kusanowsky / 30. Dezember 2011 23:04: reichlich zerstreut und unkonzentriert, sehr langer “gehauchter” Text: Kusanowsky hatte wohl wenig Zeit (und noch weniger zu sagen – zum Assi-Soziolügner, wäre mir wohl auch so ergangen)
    @Assi-Soziolügner / 30. Dezember 2011 20:35:
    “Die Tatsache, dass du selbst diesen Satz, der besagt, dass dir nichts besseres einfällt, bei dir selbst kopieren musst (und ihn vorher vermutlich woanders kopiert hast), zeugt doch von dem betrauernswerten Umstand, dass dir nicht nur nichts Besseres, sondern nichts Gutes oder sogar: nicht das Geringste einfällt. Außer: dich selbst und andere zu WIEDERHOLEN.” –

    RECHT HAST DU!
    Stimme dir voll zu!
    Diese Feststellung stimmt immer!
    So auch für DEINE Feststellungen hier.
    Es ist dir wohl auch “nichts Besseres” eingefallen, als bei dir selber (bei deiner Denke) zu kopieren – ob du die nun auch evtl. wo anders schon kopiert hattest, ist nicht erkennbar, warum sie auf Kusanowsky zutreffen soll, ebenfalls nicht.
    Daß es jedoch offensichtlich eines deiner stärksten (Dauer)Argumente sein könnte, drängt sich bei dieser Form auf.
    Als ich diesen deinen Text las, war ich erstaunt, wie klar man doch über sich selbst reflektieren kann.
    Ich vermeide in solchen Situationen gern, überhaupt zu lamentieren, habe dann immer das Gefühl, ich könnte auch zu viel Ungekautes von mir herauslassen …
    Bitte, was war doch gleich dein Beitrag zur Sache?
    Ach ja: Nicht bei sich selber kopieren, nicht bei anderen kopieren, keinen wiederholen … – ja sag mal, woher kommst du? Aus dem gestrigen Jahrhundert? Kann es sein, daß dir die kommunikative Gegenwart noch nicht unter die Augen gekommen ist?
    Was soll bitte an dem von dir zum Anstoß geniommenen Verhaltensweisen schlecht oder unzweckmäßig sein?
    Auch du reflektierst ausschließlich Kopien und Wiederholungen deiner Alt- und Nebenvorderen, bereits bei Sprache angefangen!
    Also bitte etwas bescheidener und vor allem erst lesen, dann “wiederholen”, jede Erkenntnis geht bestimmte Wege – und diese niemals rückwärts (weil dann – wie hier – keine Erkenntnis entsteht).
    Wenn ich Begriffe wie diese: “nichts Besseres”, “nichts Gutes” und “nicht das Geringste” zu Hauf in einem Satz finde, sehe ich rot – das sind Plapperlapappchen aus der Puppenstube, nicht faßbare Stammtischkriterien – laß sie einfach weg und mach einen neuen Versuch ohne dieses Gesäusele: Sag konkret was du meinst, dann verstehe ich dich eventuell auch – aber ohne dich oder andere zu wiederholen …
    “Der Umstand, dass man das unablässige Wiederholen nicht vermeiden kann, weil man immer schon in Kommunikation verwickelt ist, kann nicht überzeugen. Denn anderen gelingt es ja auch.” – WEM? Zumindest dir hier nicht. Wer sind eigentlich “die anderen”? Fremde?
    Zitat von K.:
    “Er fleht geradezu darum, dass auch noch die Befreiung aus seiner selbst gemachten Enge fremdreferenziell geleistet werden sollte. “…

  6. Assi-Soziologe Permalink
    2. Januar 2012 10:05

    @Michaela

    Wiederhole die Lektüre meinen Zeilen noch einmal und versuche diesmal, die Ironie mitzulesen, auch wenn sie nicht durch Lachgesichter markiert ist. Anderen gelingt es ja auch. (Und nicht immer gleich so aufregen! Das ist auf Dauer nicht gesund.)

    • Michaela Permalink
      2. Januar 2012 16:21

      @Assi-Soziologe / 2. Januar 2012 10:05
      “Und nicht immer gleich so aufregen! Das ist auf Dauer nicht gesund.” – woraus erkanntest du Aufregung bei mir? Hast du eine Ahnung, was abgeht, wenn ich (tatsächlich) aufgeregt bin? Kann es sein, daß nicht mir sondern dir Ironie grundsätzlich entgeht, wenn sie denn nicht von dir kommt?
      Denke mal, das kann Kusanowsky einen Zacken schärfer, brillianter – und sogar in absolut leisen Tönen faustdick versteckt – besser als du oder ich, und die DAS lieben, gucken bei ihm rein (Wie sagtest du doch “seine Anhänger”), bis auf dich.
      Da du nun auch hier bist, wird das irgendwann auch dich verführen, wie bei den anderen, auch wenn nun HIER Kusanowsky mal ganz schön geschwafelt hat – oder ich bin noch nicht richtig dahinter gestiegen, ob da noch was lauert …
      Also:
      Wenn ich mich wirklich aufrege, antwortest du nicht mehr so lieb wie eben … aber ich lese eben grundsätzlich Ironie rein und raus – übrigens ein toller Begriff (auch) dafür: Trollerei …
      Troll doch einfach mal mit, wenn du wirklich “ernsthaft” auf Ironie stehst.

    • Ludwig R. Permalink
      2. Januar 2012 16:50

      @Assi-Soziologe
      “Anderen gelingt es ja auch.” – Meinst du das als Argument ernst? Habe das nun schon zum zweiten Male in deinen Kommentaren gelesen (Standardargument bei dir?).

      Was hast du da für “andere, denen etwas (?) auch gelingt” im Auge?
      Berichten die dir vom ” auch-Gelingen” oder wie kommst du zu deinen Ergebnissen?
      Sagen die hinterher (zu dir) “es ist mir auch gelungen” – oder wie muß ich mir das vorstellen?
      Würde mich freuen, wenn du die (anderen, denen ES auch gelingt) mal hier vorstellen könntest, vielleicht erscheint dann diese deine Bemerkung etwas deutlicher, oder sogar ironisch, oder verständlicher.
      Ich mag leider keine Worthülsen und Leerversprechungen als Verfestigung / Bestätigung eigener Satzteile und hätte es gern in meiner Lektüre, wenn man darauf verzichten kann und sich gedanklich und sprachlich etwas mehr anstrengt.
      Anderen gelingt das ja auch …

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